INVEGA 6MG RETARDTABLETTEN

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PZN: 14261750
Darreichungsform: Retard-Tabletten
Hersteller: Orifarm GmbH

Produktdetails/Produktinformationen INVEGA 6MG RETARDTABLETTEN

Anwendung & Indikation

  • Behandlung der Schizophrenie
  • Schizoaffektive Störungen

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Tabletten dürfen nicht zerkaut, geteilt, zerkleinert werden.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Benommenheit, Sedierung, beschleunigtem Puls, niedrigem Blutdruck sowie zu Kammerflimmern kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Dosierung

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden. Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern. Ältere Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern. Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung. Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Erwachsene1 Retardtablette1-mal täglichmorgens, immer zum gleichen Zeitpunkt
Allgemeine Dosierungsempfehlung-Schizophrenie:
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Erwachsene1 Tablette1-mal täglichmorgens, immer zum gleichen Zeitpunkt
Schizophrenie: Für Jugendliche ab 15 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt, entsprechend dem Körpergewicht, dosiert. Schizophrenie-Höchstdosis-Erwachsene: Eine Dosis von 2 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Erwachsene1 Retardtablette1-mal täglichmorgens, immer zum gleichen Zeitpunkt
Allgemeine Dosierungsempfehlung-Schizoaffektive Störung:
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Erwachsene1 Tablette1-mal täglichmorgens, immer zum gleichen Zeitpunkt
Schizoaffektive Störung-Höchstdosis-Erwachsene: Eine Dosis von 2 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden. Nehmen Sie das Arzneimittel entweder immer auf nüchternen Magen oder immer mit dem Frühstück ein. Wechseln Sie nicht zwischen den Einnahmezeitpunkten im nüchternen oder im nicht-nüchternen Zustand.

Wirkstoffe

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette
HilfsstoffPaliperidon6 mg
HilfsstoffMacrogol 3350+
HilfsstoffCelluloseacetat+
HilfsstoffHypromellose+
HilfsstoffTitandioxid+
HilfsstoffMacrogol 400+
HilfsstoffEisen(III)-oxidhydrat, schwarz+
HilfsstoffCarnaubawachs+
HilfsstoffDrucktinte, propylenglycolhaltig+
HilfsstoffMacrogol 200000+
HilfsstoffNatriumchlorid+
HilfsstoffPovidon K29-32+
HilfsstoffStearinsäure+
HilfsstoffButylhydroxytoluol+
HilfsstoffMacrogol 7000000+
HilfsstoffEisen(III)-oxid+
HilfsstoffHyetellose+

Aufbewahrung

Aufbewahrung

Das Arzneimittel muss
    • vor Hitze geschützt
    • vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.

Gegenanzeigen Schwangerschaft

Was spricht gegen eine Anwendung?

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder unter 15 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
  • Jugendliche von 15 bis 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
  • Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Neben- und Wechselwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Schlaflosigkeit
  • Symptome der Parkinsonschen Krankheit
  • Sitzunruhe
  • Sedierung
  • Schläfrigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Bronchitis
  • Infektion der oberen Atemwege
  • Nebenhöhlenentzündung
  • Harnwegsinfektion
  • Grippe
  • Gewichtszunahme
  • Gesteigerter Appetit
  • Gewichtsabnahme
  • Verminderter Appetit
  • Manie
  • Unruhe
  • Depression
  • Angst
  • Bewegungsstörung
  • Schwindel
  • Bewegungsstörungen
  • Zittern
  • Verschwommenes Sehen
  • AV-Block (gestörter Herzschlag bei der Überleitung vom Vorhof zur Kammer)
  • Erregungsleitungsstörungen am Herzen
  • Abweichung im EKG (Verlängerung der QT-Dauer)
  • Pulserniedrigung
  • Pulsbeschleunigung
  • Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
  • Bluthochdruck
  • Kehlkopfschmerz
  • Husten
  • Verstopfte Nase
  • Bauchschmerzen
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Mundtrockenheit
  • Zahnschmerzen
  • Leberfunktionsstörungen
  • Juckreiz
  • Hautausschlag
  • Schmerzen im Haltungs- und Bewegungsapparat
  • Rückenschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Ausbleibende Monatsblutung
  • Fieber
  • Kraftlosigkeit
  • Müdigkeit
  • Lungenentzündung
  • Atemwegsinfektion
  • Blasenentzündung
  • Entzündung des Ohres
  • Mandelentzündung
  • Erniedrigte Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten)
  • Thrombozytopenie (Verminderung der Anzahl der Blutplättchen)
  • Anämie (Blutarmut)
  • Veränderung der roten Blutkörperchen
  • Erhöhte Prolaktin-Werte im Blut
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Anstieg des Blutzuckers
  • Vergrößerter Taillenumfang
  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Schlafstörungen
  • Verwirrtheit
  • Verminderte Libido
  • Orgasmusunfähigkeit
  • Nervosität
  • Albträume
  • Bewegungsstörungen
  • Krampfanfälle
  • Kurzzeitige Bewusstlosigkeit
  • Psychische Übererregung mit motorischer Unruhe
  • Schwindel beim Aufstehen
  • Aufmerksamkeitsstörung
  • Sprachstörungen
  • Geschmacksstörungen
  • Taubheitsgefühl
  • Missempfindungen
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit am Auge
  • Bindehautentzündung
  • Trockenes Auge
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Ohrenschmerzen
  • Herzrhythmusstörungen
  • EKG-Veränderungen
  • Herzklopfen
  • Niedriger Blutdruck
  • Anfälle von Atemnot
  • Pfeifende Atemgeräusche
  • Nasenbluten
  • Geschwollene Zunge
  • Infektion des Magen-Darm-Traktes
  • Schluckstörungen
  • Blähungen

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Wichtige Patientenhinweise

Was sollten Sie beachten?
  • Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol!

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff hat eine antipsychotische, brechreizhemmende und sedierende Wirkung. Die Wirkstoffgruppe der Neuroleptika, zu denen Paliperidon gehört, verringern psychomotorische Erregungszustände und verringern Spannungen, Wahn, Halluzinationen, Denkstörungen und Ich-Störungen. Bestimmte Neuroleptika beeinflussen zusätzlich günstig die z. B. Erregbarkeit und die Stimmungslage.
Hinweistexte und Pflichtangaben
Arzneimittel
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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