Oxazepam-ratiopharm 10mg 100 St Tabletten

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PZN: 02530630
Darreichungsform: Tabletten
Marke: Ratiopharm
Hersteller: ratiopharm GmbH

Produktdetails/Produktinformationen Oxazepam-ratiopharm 10mg

Anwendung & Indikation

  • Spannungsgefühl
  • Erregung
  • Angst
  • Durchschlafstörungen, zur Kurzzeitbehandlung
Das Arzneimittel sollte nur dann eingesetzt werden, wenn die Schlafstörung schwerwiegend und durch andere Maßnahmen, wie durch Beseitigung der Ursache kurzfristig nicht zu beheben ist.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte nur kurzzeitig eingenommen werden. Maximale Behandlungsdauer: 4 Wochen.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Verwirrtheitszuständen, Sehstörungen, undeutliches Sprechen und Bewegungsstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Dosierung

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden. Durchschlafstörungen, zur Kurzzeitbehandlung: Höchstdosis für Patienten ab 65 Jahren: Eine Dosis von 1 1/2 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden. Nach der Einnahme ist auf eine ausreichende Schlafdauer von 7-8 Stunden zu achten. Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände:
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene1 Tablette2-mal täglichmorgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Patienten ab 65 Jahren1/2 Tablette2-mal täglichmorgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit
Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände: Alternativ kann die Tagesdosis auch abends eingenommen werden. Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände - schwere Formen:
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene1 bzw 2 Tabletten2-mal täglich (3 Tabletten pro Tag)morgens 1 und abends 2 Tabletten, unabhängig von der Mahlzeit
Patienten ab 65 Jahren1/2 bzw 1 Tablette2-mal täglich (1 1/2 Tabletten pro Tag)morgens 1/2 und abends 1 Tablette, unabhängig von der Mahlzeit
Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände: Höchstdosis für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene: Eine Dosis von 6 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden. Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände: Höchstdosis für Patienten ab 65 Jahren: Eine Dosis von 3 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden. Für Kinder von 7-14 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt dosiert. Durchschlafstörungen, zur Kurzzeitbehandlung:
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Erwachsene1 Tablette1-mal täglichvor dem Schlafengehen (ca. 30 Minuten davor)
Patienten ab 65 Jahren1/2 Tablette1-mal täglichvor dem Schlafengehen (ca. 30 Minuten davor)
Durchschlafstörungen, zur Kurzzeitbehandlung: Höchstdosis für Erwachsene: Eine Dosis von 3 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden.

Wirkstoffe

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette
WirkstoffOxazepam10 mg
HilfsstoffLactose-1-Wasser49 mg
HilfsstoffMaisstärke+
HilfsstoffCellulose, mikrokristalline+
HilfsstoffCopovidon+
HilfsstoffTalkum+
HilfsstoffSiliciumdioxid, hochdisperses+
HilfsstoffMagnesium stearat+

Aufbewahrung

Aufbewahrung

Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.

Gegenanzeigen Schwangerschaft

Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)
  • Bewegungsstörungen, aufgrund von Schädigung der Nervenbahnen im Gehirn (zerebrale Ataxien)
  • Bewegungsstörungen, aufgrund von Schädigung der Nervenbahnen im Rückenmark (spinale Ataxien)
  • Alkoholmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
  • Arzneimittelmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
  • Drogenabhängigkeit, auch wenn sie schon längere Zeit zurückliegt

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
  • Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
  • Schlafapnoe-Syndrom (kurzzeitiger Atemstillstand während des Schlafes)
  • Niedriger Blutdruck
  • Herzschwäche
  • Hirnschäden
  • Neigung zu Krampfanfällen, wie bei:
    • Epilepsie
  • Eingeschränkte Nierenfunktion
  • Eingeschränkte Leberfunktion

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder unter 7 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
  • Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Neben- und Wechselwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Magen-Darm-Beschwerden, wie:
    • Übelkeit
  • Appetitsteigerung
  • Appetitlosigkeit
  • Mundtrockenheit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Benommenheit, vor allem am nächsten Tag
  • Müdigkeit
  • Schläfrigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Delirium (Verwirrtheit)
  • Gedächtnislücken (kurzzeitig)
  • Koordinationsstörung, wie z.B.:
    • Gangunsicherheit
  • Sprachstörungen
  • Depressionen
  • Sonderbare (paradoxe) Reaktionen, wie:
    • Schlaflosigkeit
    • Aggressives Verhalten
    • Erhöhter Muskeltonus (Spannungszustand des Muskels)
    • Selbstmordgedanken
    • Unruhe
    • Reizbarkeit
    • Angstzustände
  • Psychosen
  • Halluzinationen
  • Alpträume
  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
  • Niedriger Blutdruck
  • Atemschwäche, vor allem bei bestehender Atemwegsobstruktion und bei hirnorganischen Veränderungen
  • Leberfunktionsstörungen, wie:
    • Gelbsucht
  • Leukopenie (Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen), erste Anzeichen können Halsschmerzen oder Fieber sein: Wenden Sie sich bei Auftreten solcher Anzeichen sofort an Ihren Arzt.
  • Muskelschwäche
  • Störungen der Sexualfunktion

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Wichtige Patientenhinweise

Was sollten Sie beachten?
  • Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Vorsicht: Das Arzneimittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und bei Absetzen können Entzugserscheinungen auftreten.
  • Vorsicht: Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
  • Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
  • Vorsicht: Patienten mit Engwinkelglaukom haben ein erhöhtes Risiko - besonderes im akuten Anfall.
  • Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
  • Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff wirkt vor allem beruhigend und krampflösend, indem er im Gehirn an speziellen Bindungsstellen angreift. Durch die Wechselwirkung mit diesen Bindungsstellen wird die Wirkung von körpereigenen, entspannend wirkenden Substanzen verstärkt.
Hinweistexte und Pflichtangaben
Arzneimittel
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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