Perindopril/Indapamid-ratiopharm 2mg/0,625mg 90 St Tabletten

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PZN: 01249026
Darreichungsform: Tabletten
Marke: Ratiopharm
Hersteller: ratiopharm GmbH

Produktdetails/Produktinformationen Perindopril/Indapamid-ratiopharm 2mg/0,625mg

Anwendung & Indikation

  • Behandlung der essentiellen Hypertonie

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu stark erniedrigtem Blutdruck mit Übelkeit, Erbrechen, Krämpfen, Schläfrigkeit, Verwirrungszuständen sowie verstärktem Harndrang bis hin zur Anurie. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Dosierung

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden. Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Erwachsene1 Tablette1-mal täglichvorzugsweise morgens, vor der Mahlzeit
Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis auf das Doppelte erhöht werden.

Wirkstoffe

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette
HilfsstoffPerindopril erbumin2 mg
entsprichtPerindopril1,669 mg
HilfsstoffIndapamid0,625 mg
HilfsstoffLactose-1-Wasser+
entsprichtLactose60,95 mg
HilfsstoffCellulose, mikrokristalline+
HilfsstoffSiliciumdioxid, hochdisperses+
HilfsstoffMagnesium stearat+

Aufbewahrung

Aufbewahrung

Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.

Gegenanzeigen Schwangerschaft

Was spricht gegen eine Anwendung?

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Neigung zu angioneurotischem Ödem (Schwellung im Gesicht, an Hand und Fuß)
  • Stark eingeschränkte Nierenfunktion
  • Gehirnschädigung bei Lebererkrankungen (hepatische Enzephalopathie)
  • Stark eingeschränke Leberfunktion
  • Kaliummangel
  • Dialysepatienten
  • Unbehandelte Herzschwäche
  • Verengung einer Nierenarterie (beidseitig oder bei Einzelniere)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
  • Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Neben- und Wechselwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Missempfindungen
  • Geschmackstörungen
  • Verschlechterung des Sehvermögens
  • Sehstörungen
  • Tinnitus
  • Niedriger Blutdruck
  • Orthostatische Hypotonie (Kreislaufstörungen aufgrund niedrigen Blutdrucks)
  • Husten
  • Trockener Husten
  • Anfälle von Atemnot
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Mundtrockenheit
  • Durchfall
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Juckreiz
  • Hautausschlag
  • Hautausschlag, schwerer
  • Muskelkrämpfe
  • Allgemeine Schwäche
  • Eosinophilie (erhöhte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen)
  • Unterzuckerung
  • Erhöhte Kaliumwerte
  • Natriummangel
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Schläfrigkeit
  • Kurzzeitige Bewusstlosigkeit
  • Herzklopfen
  • Pulsbeschleunigung
  • Entzündung der Blutgefäße
  • Verengung der Atemwege
  • Mundtrockenheit
  • Nesselausschlag
  • Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Hand und Fuß)
  • Schwitzen
  • Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen
  • Autoimmunreaktion der Haut (mit Blasenbildung)
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Nierenversagen
  • Störungen der Sexualfunktion
  • Brustschmerzen
  • Unwohlsein
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Fieber
  • Erhöhter Blutharnstoff
  • Erhöhung des Kreatininspiegels im Serum
  • Stürze
  • Verschlechterung eines bestehenden Lupus erythematodes
  • Potenzschwäche
  • Depression
  • Muskelschmerzen
  • Verminderter Kaliumgehalt im Blut (Hypokaliämie)
  • Gestörtes Anschwellen des männlichen Gliedes (erektile Dysfunktion)
  • Nierenversagen
  • Verringerte Blutmenge durch Volumenverlust
  • Drehschwindel
  • Kleinfleckige Haut- und Schleimhauteinblutungen (Purpura)

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Wichtige Patientenhinweise

Was sollten Sie beachten?
  • Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
  • Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
  • Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Vorsicht. Das Arzneimittel (ACE-Hemmer) kann dazu führen, dass verstärkte Überempfindlichkeitsreaktionen auf Insektenstiche und andere Allergene auftreten können!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Sulfonamide!
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Wirkungsweise

Wie wirken die Inhaltsstoffe des Arzneimittels?

Perindopril-Erbumin: Der Wirkstoff erweitert indirekt die Blutgefäße. Er verhindert im Körper die Freisetzung eines Stoffes, genannt Angiotensin, der ein Zusammenziehen der Blutgefäße und damit eine Blutdruckerhöhung bewirkt. Der blutgefäßerweiternde Effekt des Wirkstoffes wird zudem genutzt, um das Herz zu entlasten, das bei erweiterten Blutgefäßen gegen einen geringeren Widerstand ankämpfen muss. Der Wirkstoff wird auch als ACE-Hemmer bezeichnet. Der Name kommt daher, dass das Enzym, das letztendlich das Angiotensin freisetzt, "Angiotensin Converting Enzyme" heißt.

Indapamid: Der Wirkstoff fördert die Ausscheidung von Natrium- und Chlorid-Ionen aus dem Körper. Gleichzeitig schwemmt er verstärkt Wasser aus. Dadurch senkt er den Blutdruck, entlastet das Herz und beseitigt Ödeme (Wassereinlagerungen).
Hinweistexte und Pflichtangaben
Arzneimittel
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Kundenbewertungen: Perindopril/Indapamid-ratiopharm 2mg/0,625mg 90 St Tabletten

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