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Mut zum Leben mit Multipler Sklerose! 

Am heutigen Dienstag fanden sich rund 60 an Multipler Sklerose erkrankte Menschen mit ihren Angehörigen und Freunden im Gesundheitszentrum Bad Laer ein. Für Sanicare-Inhaber Dr. Volkmar Schein war es ein persönliches Anliegen, den Betroffenen auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit bieten zu können, sich untereinander aber auch mit Ärzten und Fachleuten auszutauschen. Die Multiple Sklerose Kontaktgruppe Stadt und Landkreis Osnabrück e.V. unterstützte dieses Vorhaben: „Wir möchten den Erkrankten bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Probleme helfen. Dazu gehört auch, dass wir sie, wie am heutigen Tag, über den aktuellen Forschungsstand in der Medizin informieren.“

Der Philosoph Professor Dr. Klaus-Jürgen Grün hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Anwesenden mental zu stärken und sie darin zu ermutigen, ihre Krankheit anzunehmen und mit ihr zu arbeiten. Denn die Philosophie sei Ratgeberin in schwierigen Lebenssituationen. Sie suche Antworten auf Fragen, die die Naturwissenschaften nicht zu geben vermögen. „Bei den Fragen ‚Was ist Glück‘, was ‚Leid‘, was ‚Recht‘ oder Unrecht‘ helfe sie dabei, den eigenen Standpunkt zu reflektieren. Wem es gelinge, den persönlichen Gesundheitszustand aus einer anderen Perspektive zu betrachten, entdecke so vielleicht neue Möglichkeiten, das Leben mit der Multiplen Sklerose besser in den Griff zu bekommen. 
Multiple Sklerose ist eine Nervenkrankheit, die ganz unterschiedliche Symptome mit sich bringen kann. In Deutschland sind mehr als 130.000 Menschen daran erkrankt, wobei Frauen doppelt so häufig mit der Diagnose MS konfrontiert werden wie Männer. Über die Ursache der Gesundheitsstörung gibt es bis heute keine eindeutigen Erkenntnisse. Betroffene erfahren starke Einschränkungen beispielsweise durch Muskelschwäche und Gefühlsstörungen bis hin zu Lähmungserscheinungen. 

Multiple Sklerose: Häufigkeit und Verteilung
Laut der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) sind in Deutschland mehr als 130.000 und weltweit mehr als 2,5 Millionen Menschen von Multipler Sklerose (MS) betroffen. Je weiter ein Land vom Äquator entfernt ist, desto mehr Patienten leben dort mit der Krankheit. Frauen erkranken doppelt so oft an Multipler Sklerose wie Männer. Meist wird die Diagnose zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr gestellt. 
Über Multiple Sklerose
Multiple Sklerose äußert sich von Patient zu Patient unterschiedlich. Allgemein handelt es sich jedoch um eine Erkrankung des Nervensystems, die mit Entzündungen verbunden ist. Bei einem gesunden Menschen laufen Signale über das Rückenmark zum Gehirn. Das Gehirn empfängt oder sendet diese Reize, die über die Nervenfasern an ihren Bestimmungsort gelangen. Bei Multiple Sklerose-Patienten befinden sich Entzündungen in der Schutzschicht aus Myelin, welche die Nervenfasern umgibt. Dies verhindert eine korrekte Weiterleitung der Botschaften, sodass Betroffene beispielsweise nicht mehr problemlos sehen können oder beim Gehen stolpern. Treten Symptome akut auf, die nicht nach 24 bis 36 Stunden wieder verschwinden, sprechen Ärzte von einem Schub. Anschließend ist es möglich, dass dieser wieder abklingt und keine körperlichen Ausfälle mehr verursacht. 

Diagnose
Multiple Sklerose ist eine sehr komplexe Erkrankung mit unterschiedlichen Erscheinungsbildern. Daher ist es für Ärzte besonders im Frühstadium schwer, die Symptome exakt dieser Gesundheitsstörung zuzuordnen und andere infektiöse oder entzündliche Ursachen auszuschließen. Dazu werden unterschiedliche Untersuchungen durchgeführt. Meist überprüfen Mediziner zunächst die Sehnerven mithilfe der Schachbrettmusteruntersuchung. Darauf nutzen sie die Computertomographie (CT), eine Röntgenschichtenuntersuchung, durch die festgestellt werden kann, ob weitere nervliche Probleme vorliegen. Mithilfe einer auf Magnetfeldern basierenden Kernspintomographie können sie detailliertere Aussagen bei Verdacht auf Multiple Sklerose treffen, diese allerdings auch nicht mit Sicherheit feststellen. Eine Untersuchung des Nervenwassers kann einen bestehenden Verdacht zusätzlich erhärten, da sich in diesem Spuren der Entzündungen im Nervensystem zeigen. 
Eine sofortige eindeutige Diagnose ist also oft nicht möglich. Durch mehrere Untersuchungen, die sich zum Teil über Jahre erstrecken, kann man jedoch eine Multiple Sklerose recht sicher bestimmen. 

Therapie
Da Multiple Sklerose nicht heilbar ist, versuchen Ärzte durch eine individuelle Behandlung die Lebensqualität der Erkrankten zu erhalten. 
Sie therapieren einerseits akute Erkrankungsschübe und einzelne Symptome. Hier verabreichen sie Kortisonpräparate, die meist schnell wirken. Andererseits versuchen sie, positiv auf den gesamten Verlauf der Multiplen Sklerose einzuwirken. Durch eine sogenannte „Immunmodulation“ möchten Mediziner auf das Immunsystem einwirken, sodass die Schübe seltener auftreten und ihre Intensität abnimmt. 
Leben mit Multipler Sklerose
Bei einem Teil der Betroffenen nimmt die Krankheit einen gemäßigten Verlauf. Die Entzündungsherde heilen ab und es treten Symptome wie beispielsweise Sehstörungen nicht mehr auf. Auch bei unvollständiger Abheilung sind die bleibenden Beeinträchtigungen gering. Etwa 15 Jahre nach Ausbruch der Krankheit sind somit noch mehr als die Hälfte der Menschen gehfähig.
Multiple Sklerose verursacht die unterschiedlichsten Beschwerden. Sie variieren von Patient zu Patient und im Verlauf der Erkrankung. Längst nicht jedem Erkrankten ist die Multiple Sklerose anzusehen, längst nicht jeder ist auf den Rollstuhl angewiesen. Denn neben sichtbaren Symptomen wie Spastik, Bewegungsstörungen und Lähmungen spielen sich Beschwerden oft im Verborgenen ab. Eine starke Erschöpfung (Fatigue), Depressionen, Schmerzen, Blasenstörungen sowie Sehstörungen zählen dazu. Nach Aussage der DMSG führt die Krankheit nur bei unter fünf Prozent der Betroffenen innerhalb weniger Jahre zu einer schweren Behinderung. 
Ursachen der Krankheit

Wissenschaftler vermuten, dass mehrere Faktoren zum Ausbruch dieser Krankheit beitragen. Bis heute können sie jedoch trotz weltweiter Forschungsbemühungen keinen bestimmten Auslöser für Multiple Sklerose benennen. 
Ein wichtiges Element ist das Immunsystem. Bei Multiple Sklerose-Kranken bekämpft es nicht nur bösartige Fremdkörper, sondern auch den eigenen gesunden Körper. Es bildet Antikörper aus, welche die Schutzhülle der Nervenfasern angreifen. Auch Infektionen in jungen Jahren können zur Entstehung der Krankheit beitragen. Mediziner beschäftigen sich ebenfalls mit genetischen Faktoren. Es wird vermutet, dass die Krankheit nicht direkt vererbt, sondern nur ein gering erhöhtes Risiko an die Nachkommen weitergegeben wird.


Über Sanicare: Sanicare ist die größte deutsche Versandapotheke mit Sitz in Bad Laer (Niedersachsen). 340 Apotheken-Mitarbeiter sorgen für eine persönliche, umfassende pharmazeutische Beratung und Betreuung der 1,6 Millionen Kunden im gesamten Bundesgebiet. Sanicare beliefert seine Kunden mit Originalware aus dem Direktbezug aller namhaften Hersteller i.d.R. innerhalb eines Tages nach Bestelleingang. Inhaber der Sanicare-Apotheke ist der Apotheker Dr. Volkmar Schein. Sanicare ist beim Deutschen Institut für Medizinische Information und Dokumentation (DIMDI) als behördlich zugelassene Versandapotheke gelistet und führt das DIMDI-Qualitätslogo.

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