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Rheuma: Mut zum Leben trotz Einschränkungen


Bad Laer (12.10.2015) ? ?Viele Rheumatiker verschweigen ihre Krankheit am Arbeitsplatz und nehmen Urlaub, wenn ein ärztlicher Eingriff notwendig ist?, sagte Dieter Borgmann, Rheuma-Liga Niedersachsen e.V., am 3. Sanicare Selbsthilfetag Rheuma in Bad Laer. Die 20 Millionen Betroffenen leiden an der Krankheit und den gesellschaftlichen Vorurteilen, die ihnen entgegen gebracht werden. Denn nicht-Betroffene assoziieren bei Rheuma Behinderung, Rollatoren und Immobilität. ?All das sind Einschränkungen, die dem Idealbild des jung-dynamischen Mitglieds unserer Leistungsgesellschaft zuwiderlaufen?, so Borgmann.

?Um mit der Krankheit selbstbewusst leben zu können, benötigen Rheumatiker Mut, Entschlossenheit und Zuversicht. Unsere Selbsthilfetage sollen dabei helfen?, so Gastgeber und Sanicare-Chef Dr. Volkmar Schein. Dass Mut und Zuversicht nicht immer leicht zu gewinnen sind, berichtete Borgmann, der bereits mit 16 Jahren an chronischer Polyarthritis erkrankte. Gerade jung Erkrankten macht die Diagnose nicht selten einen Strich durch die Berufswahl. Und selbst wer sich seine Lebensgestaltung nicht beeinflussen lassen möchte, muss mitunter bestimmte Einschränkungen hinnehmen.

Warten auf die Feuerwehr

?Wenn ich als Rollstuhlfahrer fliege, bekomme ich im Flugzeug einen Platz in den hintersten Sitzreihen und bei einem Feueralarm im 5. Stock eines Bürogebäudes werden plötzlich alle Aufzüge außer Betrieb seien. Während alle anderen das Gebäude über eine Treppe verlassen, werde ich auf die Feuerwehr warten müssen. Aber dadurch lasse ich mich nicht in meiner Lebensgestaltung beeinflussen, sondern es ist für mich eine Herausforderung, Verbesserungen zu erreichen?, fasst Borgmann seinen persönlichen Umgang mit Rheuma zusammen. Er wies auch darauf hin, dass viele Rheumatiker sehr lange und nahezu uneingeschränkt mit ihrer Krankheit leben können. Denn je früher die Krankheit diagnostiziert und behandelt würde, desto länger sei ein weitgehend beschwerdefreies Leben möglich. Voraussetzung sei natürlich, dass der Patient die ärztlich verordnete Therapie einhalte.

Auf das Thema Therapietreue kam die Ärztin, Organisationsberaterin und systemische Therapeutin Dr. med. Ursula Becker aus Bonn zu sprechen. Denn mangelndes Vertrauen in die Medikamente, Abweichen vom vereinbarten Therapieschema oder Missverständnisse zwischen Arzt und Patient seien nur drei Gründe von vielen, die auch bei Rheumatikern häufig zu mangelnder Therapietreue führen könnten. Damit der Therapieplan auch wirklich exakt eingehalten werde, erfordere es Übersicht und Disziplin. Es verwundere also nicht, dass Abweichungen vom Therapieplan vermehrt dann auftreten, wenn besonders viele Medikamente eingenommen und komplizierte Anweisungen befolgt werden müssen. ?Überforderung, Verwirrung aber auch fehlende Passung zwischen Therapieplan und Lebenswirklichkeit des Patienten sind wichtige Ursachen für mangelnde Therapietreue?, so Dr. Becker.

Arztgespräch sorgfältig vorbereiten und ohne Scheu führen

Ihr Tipp an die Patienten: ?Bereiten Sie sich auf das Gespräch mit Ihrem Arzt vor. Überlegen Sie sich, welche Therapieziele für Sie wichtig sind, mit welchen Nebenwirkungen Sie leben können und mit welchen nicht? Und wo sind Alltagszwänge, die es zu berücksichtigen gilt?? Auf diese Weise können Patienten selber dazu beitragen, dass Therapietreue gelingen kann und sie sich auf Augenhöhe mit ihrem Arzt erleben. Wer beispielsweise mit den Nebenwirkungen eines Medikamentes nicht wirklich klarkomme, müsse dies offen ansprechen.

Heinrich Meyer, leitender Apotheker von Sanicare stellte das Patienten-Therapie-Optimierungs-System PATHOS vor. In diesen Sanicare-eignen Medikationsplan können die Patienten die ärztlich verordneten, frei erworbenen Medikamente und sonstigen Gesundheitsprodukte eintragen. Sanicare Apotheker helfen auf Wunsch gerne dabei. Bei der Aufstellung werden auch bekannte Allergien und Vorerkrankungen berücksichtigt. ?Im Ergebnis erhalten die Kunden einen individuellen Medikationsplan mit Dosierungsangaben, Einnahmehinweisen und Empfehlungen sowie weiteren Erläuterungen zu den verwendeten Arzneimitteln. Damit haben die Kunden alle wichtigen und behandlungsrelevanten Daten auf einen Blick und können den Ausdruck auch zu den Arztbesuchen mitnehmen.?, so Meyer.

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