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Allergische Reaktion / Symptome.

Allergische Reaktion

Eine allergische Reaktion tritt auf, wenn das Immunsystem im Körper unschädliche Stoffe als fremd identifiziert und sie abwehrt. Es gibt viele Ursachen für allergische Reaktionen wie zum Beispiel Eiweißstoffe aus Pollen, Tierhaaren oder Nahrungsmittelbestandteilen. Allergische Reaktionen können für die betroffene Person sehr unangenehm sein, und sich unterschiedlich äußern. Juckende und entzündete Haut mit Quaddeln und Ekzemen, eine verstopfte oder fließende Nase, juckende und tränende Augen, Magen-Darm-Probleme oder sogar Atemnot und ein anaphylaktischer Schock können Reaktionen sein.

Was ist eine allergische Reaktion?

Allergische Reaktionen sind sehr häufig beim Menschen. Eine allergische Reaktion entsteht, wenn das Immunsystem übermäßig auf fremde Eiweiße bzw. Antigene reagiert. Die Reaktion kann verschiedene Organsysteme betreffen. Je nach Typ der allergischen Reaktion treten Symptome innerhalb von Sekunden bis Tagen nach Kontakt mit dem Allergen auf. Die Anaphylaxie ist die schwerste Form einer allergischen Sofortreaktion.

Was ist eine anaphylaktische Reaktion?

Allergische Reaktionen, die anaphylaktisch sind, treten plötzlich auf und können schwerwiegend und lebensbedrohlich sein. Sie können den gesamten Körper betreffen. Die Symptome beginnen oft mit Unbehagen, Kribbeln und Schwindel, bevor sie sich schnell zu schwerwiegenderen Symptomen wie Juckreiz, Quaddeln, Schwierigkeiten beim Atmen, Keuchatmung, Ohnmachtsanfällen oder einer Kombination dieser und anderer allergischer Symptome entwickeln. Lebensbedrohliche Reaktionen können schnell auftreten. Um dies zu vermeiden, ist es am besten, den Auslöser zu meiden. Im Falle einer anaphylaktischen Reaktion ist eine Notfallbehandlung erforderlich. Personen, die betroffen sind, sollten immer eine Adrenalin-Fertigspritze bei sich tragen.
In der Regel tritt eine anaphylaktische Reaktion wie andere allergische Reaktionen nicht beim ersten Kontakt mit dem Auslöserstoff auf, sondern erst bei einem weiteren Kontakt. Es kann jedoch vorkommen, dass man sich an den ersten Kontakt nicht erinnert. Bei erneutem Kontakt mit dem Allergen kann eine anaphylaktische Reaktion auftreten, sofern keine Vorkehrungen zum Schutz getroffen wurden.

Wie entstehen allergische Reaktionen?

Eine allergische Reaktion tritt auf, wenn das Immunsystem im Körper unschädliche Stoffe als fremd identifiziert und sie abwehrt. Sie wird ausgelöst, sobald das Allergen in den Körper gelangt. Eine wichtige Rolle dabei spielt das Gewebehormon Histamin. Bei der IgE-vermittelten allergischen Reaktion werden Mastzellen und basophile Granulozyten durch das Allergen aktiviert. Sie setzen eine Vielzahl von Zytokinen frei, darunter Histamin, Prostaglandine, Leukotriene und Tryptasen. Diese führen zu verschiedenen Reaktionen im Körper wie zum Beispiel:

  • Eine Gefäßerweiterung kann zu einer Rötung und einem Abfall des Blutdrucks führen.
  • Das Auftreten von Quaddeln zeigt, dass Flüssigkeit aufgrund einer erhöhten Durchlässigkeit der kleinsten Blutgefäße im Gewebe eingelagert wird.
  • Juckreiz deutet darauf hin, dass sensorische Nerven stimuliert werden.
  • Das Zusammenziehen der glatten Muskulatur in den Atemwegen wird als Kontraktion bezeichnet und führt zu einer Verengung der Bronchien, was Luftnot verursachen kann.
  • Bauchkrämpfe entstehen durch Kontraktionen der glatten Muskulatur im Magen-Darm-Trakt.
  • Eine Zunahme der Produktion von Schleim in den Nasen-, Speichel- und Bronchialdrüsen tritt aufgrund einer Erhöhung der Sekretion auf.

Was ist die Ursache für eine allergische Reaktion?

Es ist noch nicht eindeutig klar, warum bestimmte Stoffe bei manchen Menschen Allergien auslösen und bei anderen nicht. Man vermutet, dass die Entwicklung von Allergiesymptomen durch genetische Faktoren sowie Umwelteinflüsse beeinflusst wird. Bestimmte Mutationen treten bei Allergikern häufig auf. Wenn also Familienmitglieder wie Mutter, Vater, Großeltern oder Geschwister Allergiker sind, besteht auch für weitere Familienmitglieder eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Allergien. Zusätzlich können verschiedene Umweltfaktoren das Risiko, an Allergien zu erkranken, erhöhen. Kontakt mit allergenen Substanzen, wie zum Beispiel Nahrungsmitteln, und Einwirkung von Schadstoffen wie Tabakrauch und Abgasen gehören zu den verschiedenen Umweltfaktoren dazu.
Während der Kindheit kann der Kontakt mit verschiedenen Antigenen wie Bakterien, Viren und Nahrungsmitteln (einschließlich Erdnüsse) das Immunsystem stärken. Jedoch gilt dies auch im umgekehrten Fall. Der Kontakt mit bestimmten Stoffen kann dem Immunsystem helfen, eine nicht schädliche Reaktion auf Allergene zu lernen. Dadurch kann die Entwicklung von Allergien verhindert werden. Wenn Kinder wenig Kontakt mit Bakterien und Viren haben, was oft als positiv betrachtet wird, kann ein höheres Risiko bestehen, an Allergien zu erkranken. In Familien mit weniger Kindern und einem saubereren Zuhause ist der Kontakt mit Mikroorganismen begrenzter. Außerdem wird diskutiert, ob die frühe und häufige Anwendung von Antibiotika Allergien triggern kann.
Mikroorganismen kommen im Verdauungstrakt, in den Atemwegen und auf der Haut vor. Es gibt jedoch individuelle Unterschiede in der Art der Mikroorganismen, die bei jeder Person vorhanden sind. Diese Unterschiede scheinen wiederum Einfluss darauf zu haben, ob und welche Allergien auftreten können. Außerdem wird auch vermutet, dass Kinder, die per Kaiserschnitt geboren werden, ein erhöhtes Risiko haben, an einer Allergie zu erkranken und es wird empfohlen, das Kind bis zu sechs Monate ausschließlich zu stillen.

Zu den häufigsten Allergenen, die allergische Reaktionen auslösen können, gehören:

  • Hausstaubmilben
  • Haare und Hautschuppen von Tieren
  • Pollen von Bäumen, Gräsern und Unkräutern
  • Schimmelpilze
  • bestimmte Nahrungsmittel
  • Insektengift
  • Medikamente
  • Latex
  • Haushaltschemikalien wie Reinigungsmittel und Duftstoffe

Hausstaubmilben leben in Staub, der sich in Teppichen, Bettwäsche, weichen Möbeln und weichem Spielzeug ansammelt.

Allergie Symptome

Allergische Reaktionen sind in den meisten Fällen mild und zeigen sich durch tränende und juckende Augen, eine laufende Nase, juckende Haut und Niesen. Es ist auch häufig zu beobachten, dass ein Hautausschlag auftritt, der von Juckreiz begleitet wird. Die Nesselsucht, auch bekannt als Urtikaria, zeigt sich durch kleine rote geschwollene Bereiche (Quaddeln) mit einer blassen Mitte. Es kann auch zu einer Schwellung im Unterhautgewebe kommen, die als Angioödem bezeichnet wird. Die Schwellung entsteht durch Flüssigkeiten, die aus den Blutgefäßen austreten. Angioödeme können je nach betroffener Körperstelle schwerwiegend sein, vor allem wenn sie im Rachen oder in den Atemwegen auftreten. Allergien können dazu führen, dass es zu Asthmaanfällen kommt. Manche allergischen Reaktionen, die als anaphylaktische Reaktionen bekannt sind, können lebensbedrohlich sein. Sie können zu einer Verengung der Atemwege und Keuchatmung führen. Die Rachenschleimhaut und Atemwege können anschwellen und das Atmen erschweren. Darüber hinaus kann es zu einer Erweiterung der Blutgefäße kommen, die einen gefährlichen Blutdruckabfall verursacht.

Wie erkennt man eine allergische Reaktion?

Häufig auftretende Anzeichen einer allergischen Reaktion sind Hautschwellungen, Rötungen, Juckreiz, eine laufende Nase und tränende Augen. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome nicht immer auf eine bedrohliche Situation hinweisen müssen. Eine allergische Reaktion ist allerdings besorgniserregend, wenn sich die Symptome innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtern. Ein starker Blutdruckabfall kann dazu führen, dass lebenswichtige Organe nicht ausreichend durchblutet werden und letztendlich zu einem anaphylaktischen Schock führen.

Mithilfe des Beispiels der Insektengiftallergie kann man Unterschiede erkennen:

  • Milde Lokalreaktion: Die Schwellung hat eine Größe von weniger als zehn Zentimetern. Eine Allergie im eigentlichen Sinne liegt hier nicht vor, auch wenn lokale allergische Reaktionen beteiligt sein können.
  • Erhöhte Lokalreaktion: Etwa 20 Prozent der Menschen zeigen nach einem Bienen- oder Wespenstich eine gesteigerte lokale Reaktion, die Schwellungen von über zehn Zentimeter Größe verursachen kann und mindestens 24 Stunden andauert. Es ist möglich, dass die Schwellungen den ganzen Arm oder das ganze Bein betreffen und von Beschwerden wie Lymphdrüsenschwellungen oder Fieber begleitet werden. Die geschwollenen Stellen können schmerzhaft sein und für mehrere Tage anhalten. Besonders im Bereich des Gesichts ist eine starke lokale Reaktion gefährlich. Die Schwellungen können so stark sein, dass sie die Atmung behindern können.
  • Reaktionen, die den gesamten Körper betreffen: Symptome einer Insektengiftallergie treten unmittelbar nach dem Stich auf und betreffen den ganzen Körper. Die ersten Anzeichen zeigen sich normalerweise schon wenige Minuten nach dem Stich und können Hautreaktionen wie Juckreiz, Rötung und Nesselsucht sowie Schwellungen im Bereich von Augen und Lippen verursachen. Es ist möglich, dass Übelkeit, Bauchschmerzen, Atemnot und Schwindel auftreten. Bei einer schweren allergischen Reaktion, auch bekannt als allergischer Schock, kann es zu Beschwerden wie einem Abfall des Blutdrucks, Bewusstlosigkeit, Atemnot und Kreislaufversagen kommen.

Zusätzlich zur Insektengiftallergie können auch Medikamente oder Nahrungsmittel eine schwere allergische Reaktion auslösen. Bereits geringe Mengen des auslösenden Stoffs können ausreichen.

Wie sehen die Typen von allergischen Reaktionen aus?

Es gibt vier verschiedene Allergietypen allergischer Reaktionen, die sich basierend auf der Reaktion des Immunsystems unterscheiden:

  • Typ-I-Reaktionen, auch bekannt als Soforttyp-Reaktionen
  • Typ-II-Reaktionen, auch bekannt als zytotoxischer Typ
  • Typ-III-Reaktionen, auch bekannt als Immunkomplextyp
  • Typ-IV-Reaktionen, auch bekannt als Reaktionen vom verzögerten Typ

Die folgenden Allergietypen gehören zur Typ-I-Reaktion (Sofforttyp), die durch IgE vermittelt wird:

  • Arzneimittelallergie
  • Nahrungsmittelallergie
  • Anaphylaktischer Schock
  • Allergische Asthma
  • Angioödem
  • Allergische Konjunktivitis
  • Urtikaria
  • Allergische Rhintitis (auch allergischer Schnupfen gennant)

Die Typ-II-Reaktion ist eine Reaktion, die nicht durch IgE-Antikörper ausgelöst wird und dazu führt, dass Zellen abgebaut werden. Beispiele für diese Art von Reaktion sind:

  • akute Ablehnung eines Transplantats
  • Die Blutarmut durch den Zerfall von roten Blutzellen auch als Coombs-positive hämolytische Anämie bekannt.
  • Zwischenfällen bei Transfusionen

Immunkomplexe sind verantwortlich für die Typ-III-Reaktion, die neben rheumatischen Erkrankungen auch andere Krankheiten umfasst wie zum Beispiel das Baumwollfieber, die Farmerlunge oder auch Vogelzüchterlunge.

Die Typ-IV-Reaktion wird auch als Allergie vom verzögerten Typ bezeichnet und erfolgt durch T-Zellen. Sie ist die zweithäufigste Art der Allergie. Zu den Typ-IV-Reaktionen zählen die Abstoßung von Transplantaten und Kontaktallergien, die zu Kontaktekzem führen können.

Diagnose allergischer Reaktionen

Wenn jemand Allergie Symptome hat, ist es wichtig, das genau verursachende Allergen zu finden. Der Arzt kann zusammen mit dem Patienten das Allergen oder zumindest die Art des Allergens anhand von Informationen wie dem Zeitpunkt des Auftretens der Symptome und deren Häufigkeit identifizieren, z. B. ob sie zu einer bestimmten Jahreszeit oder nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel auftreten.

Um das spezielle Allergen herauszufinden, kann dem Arzt durch Hauttests und den sogenannten allergenspezifischen Serum-IgE-Test geholfen werden. Es ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Allergien durch diese Tests nachgewiesen werden können und manchmal ein falsch-positives Ergebnis angezeigt wird, bei dem eine Person allergisch erscheint, obwohl dies nicht der Fall ist.

Hauttest bei allergischen Reaktionen

Für die Identifizierung spezifischer Allergene sind Hauttests unterstützend am besten geeignet. Wenn ein Allergen auf die Haut aufgetragen oder unter die Haut gespritzt wird, sollten Personen, die darauf allergisch reagieren, eine Hautreaktion zeigen. Es gibt zwei Arten von Hauttests.
Um sicherzustellen, dass die Ergebnisse von Prick-Tests und Intradermaltests zuverlässig sind, werden Patienten mit der Testlösung (die das mutmaßliche Allergen enthält) zusätzlich zwei Kontrolllösungen verabreicht. Diese Kontrollsubstanzen dienen als Vergleich:

  • Es wird eine Histaminlösung verabreicht, die gewöhnlich bei jedem eine allergische Reaktion hervorruft. Wenn keine Hautreaktion auftritt, kann das bedeuten, dass das Immunsystem nicht ordnungsgemäß funktioniert oder dass bereits ein Allergiemedikament eingenommen wurde. Wenn eine Person nicht auf Histamin reagiert, wird sie höchstwahrscheinlich auch nicht auf die Testlösung mit dem Allergen reagieren. Es scheint, dass Patienten auf das Allergen allergisch reagieren, obwohl sie negative Ergebnisse zeigen.
  • Es wird eine Lösung verabreicht, die kein Allergen enthält und somit keine allergische Reaktion auslösen sollte. Sollte dennoch eine Reaktion auftreten, könnte dies auf empfindliche Haut hindeuten. Es besteht dann auch die Möglichkeit, dass der Betroffene auf die Testlösung reagiert, die das Allergen enthält, selbst wenn keine Allergie vorliegt. Dies könnte zu einem falsch positiven Ergebnis führen.

In der Regel werden verschiedene Testlösungen verwendet, um allergische Reaktionen zu untersuchen. Jede Lösung enthält eine verdünnte Form eines bestimmten Antigens, wie beispielsweise Pollen von Bäumen, Gräsern oder Unkraut, Schimmelpilze, Hausstaubmilben, Tierhaare, Insektengifte, Nahrungsmittel und einige Antibiotika. Die Antigene werden aufgrund der vermuteten Auslöser ausgewählt.
Normalerweise wird zuerst ein Prick-Test durchgeführt. Dabei wird auf die Haut des Betroffenen jeweils ein Tropfen von Kontroll- und Testlösungen aufgetragen. Anschließend wird an der Stelle, wo die Lösungen aufgetragen wurden, leicht mit einer Nadel angeritzt. Mit Hilfe des Prick-Tests können die meisten Allergene identifiziert werden.

Um eine höhere Wahrscheinlichkeit für den Nachweis einer allergischen Reaktion zu erreichen, kann ein intradermaler Test durchgeführt werden, wenn das verursachende Allergen nicht identifiziert werden kann. Hierbei werden dem Patienten geringe Mengen der Kontroll- und Testlösung in die Haut gespritzt. Dieser Hauttest ist empfindlicher als andere Methoden.
Wenn eine Person allergisch gegen eines oder mehrere der Allergene in der Testlösung ist, verursacht dies eine Schubreaktion mit Quaddeln.
Innerhalb von 15 bis 20 Minuten nach dem Einstich bildet sich an der Stelle eine blassere Erhebung, die als Quaddel bezeichnet wird. Die Größe der Quaddel ist etwa 0,3 bis 0,5 Zentimeter größer als die der Quaddel, die durch eine verdünnte Lösung verursacht wird. Die Quaddel wird von einem deutlich abgegrenzten, roten Bereich umgeben, der als Rötungshof bezeichnet wird.
Vor dem Hauttest sollten Patienten auf Medikamente verzichten, die eine allergische Reaktion auf die in der Testlösung enthaltenen Allergene unterdrücken könnten.
Diese Medikamente gehören dazu:

  • Antihistaminika
  • Bestimmte trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin
  • Omalizumab, ein monoklonaler Antikörper zur Hemmung von IgE
  • Monoaminooxidase-Hemmer wie Selegilin

Einige Ärzte verzichten auf Hauttests bei Patienten, die Betablocker einnehmen, da diese Personengruppe bei einer allergischen Reaktion während des Tests wahrscheinlich schwerwiegendere Folgen zu befürchten hat. Außerdem können Betablocker Wechselwirkungen mit den Medikamenten haben, die zur Behandlung einer schweren allergischen Reaktion eingesetzt werden.

Allergenspezifischer Serum-IgE-Test bei allergischen Reaktionen

Der allergenspezifische Serum-IgE-Test wird genutzt, wenn Hauttests nicht durchgeführt werden können, zum Beispiel bei einem großen Hautausschlag. In diesem Bluttest wird untersucht, ob im Blut des Betroffenen IgE an das getestete Allergen bindet. Wenn das der Fall ist, ist die Person allergisch gegen das betreffende Allergen.

Provokationstest bei allergischen Reaktionen

Für den Provokationstest werden die Betroffenen normalerweise direkt mit einer kleinen Menge des vermuteten Allergens in Berührung gebracht. Dieser Test wird manchmal genutzt, um eine Nahrungsmittelallergie zu diagnostizieren, es handelt sich dann um einen oralen Provokationstest. Um mögliche Auslöser von Beschwerden bei Lebensmittelallergien zu identifizieren, muss der Patient genau das Lebensmittel essen, das vermutet wird. Allerdings birgt die Provokation wegen des Risikos schwerwiegender allergischer Reaktionen Gefahren und sollte daher immer unter ärztlicher Aufsicht in einer Klinik stattfinden, wo auch Notfälle behandelt werden können.

Therapie bei Allergie Symptomen

Um Allergien zu behandeln oder ihnen vorzubeugen, gibt es mehrere Optionen. Dazu gehören das Vermeiden der Allergene, die Einnahme von Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren oder Kortikosteroiden in Form von Salben, Cremes, Tabletten, Nasensprays oder Augentropfen und die Allergen-Immuntherapie. Bei schweren allergischen Reaktionen ist eine Notfallbehandlung erforderlich, die Adrenalinspritzen beinhalten kann. Wenn die Symptome nur mild sind, reicht die Einnahme von Antihistaminika oft aus. Bei milden Symptomen können sie auch lokal in Form von Nasensprays oder Augentropfen verwendet werden. Mastzellstabilisatoren können prophalaktisch lokal verwendet werden, damit keine allergische Reaktion stattfindet, zum Beispiel bei Pollenallergie. Kortikosteroide sind lokal als Nasenspray frei verkäuflich.
Schwerwiegende Symptome wie zum Beispiel Atemwegsbeschwerden, die auch anaphylaktische Reaktionen einschließen, erfordern eine sofortige Notfallbehandlung.

Antihistaminika

Antihistaminika werden am häufigsten eingesetzt, um allergische Symptome zu lindern. Dabei blockieren sie die Wirkung von Histamin, das diese Symptome auslöst. Jedoch hindern sie den Körper nicht daran, Histamin zu produzieren.
Antihistaminika helfen, Fließschnupfen, tränende Augen und Juckreiz zu lindern und reduzieren Schwellungen durch Quaddeln oder leichte Angioödeme. Allerdings können Antihistaminika bei einer Verengung der Atemwege nicht dabei helfen, das Atmen zu erleichtern.
Antihistaminika sind in verschiedenen Formen erhältlich, darunter Tabletten, Kapseln oder flüssige Lösungen zum Einnehmen, Nasensprays, Augentropfen sowie Lotionen oder Cremes. Die gewählte Darreichungsform hängt von der Art der allergischen Reaktion ab. Einige Antihistaminika sind ohne Rezept erhältlich, während andere ein Rezept erfordern. Einige Antihistaminika, für die früher ein Rezept benötigt wurde, können heute rezeptfrei erworben werden.

Kortison

Wenn du unter allergischem Ausschlag leidest und unter dem damit verbundenen Juckreiz, könnte eine Salbe oder Creme mit Kortikosteroiden hilfreich sein. Dabei ist zu beachten, dass Hydrocortison in Salben und Cremes das einzige Kortikosteroid ist, das ohne Rezept erhältlich ist.

Zur Kurzzeitbehandlung von Heuschnupfen stehen auch freiverkäufliche cortisonhaltige Nasensprays zur Verfügung. Sie haben eine entzündungshemmende Wirkung, aber sind nicht zur sofortigen Behebung akut auftretender Krankheitszeichen geeignet. Die Erstdiagnose vor Anwendung muss durch einen Arzt erfolgen und die Anwendung ist erst ab dem 18. Lebensjahr möglich.
Viele Cortisonhaltige Nasensprays sind verschreibungspflichtig und auch unter 18 Jahren zugelassen. Sie werden bei stärkerer Allergiesymptomatik häufig verordnet. Die Nebenwirkungen sind lokal eingesetzt gering.

Andere Arzneimittel

Montelukast und andere Leukotrien-Inhibitoren sind Medikamente, die bei leichtem, anhaltendem Asthma, saisonalem allergischem Schnupfen und Quaddeln eingesetzt werden. Sie blockieren die Wirkung von Leukotrienen, die von einigen weißen Blutkörperchen und Mastzellen bei Allergenexposition freigesetzt werden. Diese Leukotriene verursachen Verengungen und Schwellungen in den Atemwegen und allergische Beschwerden. Montelukast wird nur eingesetzt, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht wirksam sind.

Omalizumab ist ein künstlich hergestellter Antikörper, der speziell dafür entwickelt wurde, mit einer bestimmten Substanz zu interagieren. Er bindet an Immunglobulin E (IgE), einen Antikörper, der bei allergischen Reaktionen in großen Mengen produziert wird. Dadurch verhindert er, dass sich IgE an Mastzellen und basophile Granulozyten bindet und eine allergische Reaktion auslöst. Omalizumab kann zur Behandlung von hartnäckigem oder schwerem Asthma eingesetzt werden, wenn andere Therapien nicht wirken. Es kann auch sinnvoll sein, wenn es viele Quaddeln gibt und andere Behandlungen nicht helfen. Wenn Omalizumab verwendet wird, ist es möglich, dass die Dosis von Kortikosteroiden reduziert werden kann. Zur Verabreichung wird es unter die Haut gespritzt.

Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

Die Desensibilisierung gegen Allergene ist mittels Allergiespritzen möglich, die bei einer Allergen-Immuntherapie eingesetzt werden. Diese Therapie kann hilfreich sein, wenn bestimmte Allergene, insbesondere solche, die man über die Luft aufnimmt, nicht vermieden werden können und die bisherigen Medikamente zur Behandlung der allergischen Reaktion nicht ausreichend wirken.

Die Allergen-Immuntherapie kann dazu beitragen, Allergiesymptome bzw. allergische Reaktionen zu verhindern oder ihre Häufigkeit und/oder Stärke zu reduzieren. Die Wirksamkeit der Immuntherapie variiert jedoch und hängt davon ab, welche Art von Allergie behandelt wird und wie der Körper und die Abwehrzellen des jeweiligen Patienten darauf reagiert.
Die Immuntherapie wird am häufigsten zur Behandlung von Allergietypen gegen bestimmte Stoffe eingesetzt:

  • Heuschnupfen bzw. Pollenallergie
  • Kot von Hausstaubmilben
  • Schimmelpilze
  • Insektengift

Die Immuntherapie kann Personen mit unvermeidbaren Allergenen wie Insektengift helfen, um anaphylaktische Reaktionen zu vermeiden. Obwohl sie manchmal auch bei Allergien gegen Tierhaare und -schuppen angewendet wird, ist eine erfolgreiche Behandlung unwahrscheinlich. Es gibt bereits Immuntherapien zur Behandlung von Erdnussallergien und weitere Forschungen werden für die Behandlung von anderen Lebensmittelallergien durchgeführt.

Wenn jemand allergisch auf ein vermeidbares Allergen wie Penicillin oder andere Medikamente reagiert, wird, normalerweise keine Immuntherapie durchgeführt. Wenn jedoch jemand gezwungen ist, Medikamente zu nehmen, auf die er allergisch reagiert, kann eine Immuntherapie durchgeführt werden, um ihn zu desensibilisieren. Die Therapie sollte jedoch immer von einem Arzt überwacht werden.

Auch bei Allergien gegen Duftstoffe wird keine Hyposensibilisierung durchgeführt. Hier gilt es das Allergen zu meiden.

Bei der Immuntherapie werden kleine Mengen des Allergens entweder unter die Haut gespritzt oder über den Mund eingenommen. Die Art der Verabreichung hängt vom spezifischen Allergen ab. Die erste Dosis ist so gering, dass auch Allergiker nicht darauf reagieren. Das Immunsystem lernt durch die schrittweise Erhöhung der Dosis, sich an das Allergen zu gewöhnen. Jede Dosiserhöhung ist so klein, dass das Immunsystem immer noch nicht darauf reagiert. Die Dosis des Allergens wird schrittweise erhöht, bis die Person keine Symptome mehr auf die Menge zeigt, die zuvor allergische Reaktionen ausgelöst hat. Dies wird als Erhaltungsdosis bezeichnet. Eine zu schnelle Erhöhung der Dosis oder eine zu große Menge kann jedoch eine allergische Reaktion auslösen. Normalerweise werden einmal oder zweimal pro Woche Injektionen verabreicht, bis die Erhaltungsdosis erreicht ist. Danach werden die Injektionen in der Regel alle 2 bis 4 Wochen durchgeführt. Die beste Wirkung erzielt man, wenn die Erhaltungsinjektionen das ganze Jahr über fortgesetzt werden, auch bei saisonalen Allergien.
Die Immuntherapie mit einem Allergen kann bis zu 3 Jahre dauern. Wenn bei Menschen erneut Allergien auftreten, kann eine längere Immuntherapie (manchmal bis zu 5 Jahre oder mehr) erforderlich sein.

Therapie von allergischen Reaktionen während der Schwangerschaft und Stillzeit

Um Symptome von Allergien während der Schwangerschaft zu kontrollieren, sollten Frauen mit Allergien, wenn möglich, die Allergene vermeiden. Wenn die Symptome stark ausgeprägt sind, gilt eine Klärung bei Arzt, ob ein Medikament verwendet werden darf. Das gleiche gilt während der Stillzeit.

Können Babys bereits allergische Reaktionen haben?

Selbst Babys und Kleinkinder können allergische Symptome zeigen, vor allem bei Nahrungsmittelallergien, die sich oft im Laufe der Jahre zurückbilden. Eiweiße aus Milch, Fisch, Ei, Erdnuss, Haselnuss oder Soja können typische Auslöser für allergische Reaktionen bei Babys sein. Es kommt oft vor, dass Kinder mit Hautproblemen reagieren, aber auch Schwierigkeiten beim Atmen oder Bauchschmerzen können auftreten. Allergische Symptome gegen andere Allergene wie Pollen oder Tierhaare können auch schon bei Babys auftreten. Das Risiko ist besonders hoch, wenn beide Elternteile bereits an einer Allergie leiden.

Ursachen für allergische Reaktionen beim Baby und Kleinkind

Für das Auftreten von Allergien bei Babys und Kleinkindern sind neben der genetischen Veranlagung auch Umweltfaktoren und der Lebensstil wichtig. Wenn Familienmitglieder, insbesondere während der Schwangerschaft, rauchen, erhöht sich auch das Risiko allergischer Reaktionen im Kleinkindalter. Babys sollten am besten in den ersten Monaten ausschließlich gestillt werden. Bei einem erhöhten Allergierisiko ist alternativ hydrolisierte Säuglingsnahrung (HA-Nahrung) zu bevorzugen. Frühestens mit dem fünften Monat sollte das Zufüttern mit Beikost erfolgen.

Wie sieht die Notfallbehandlung bei einer allergischen Reaktion aus?

Falls du eine schwerwiegende allergische Reaktion bei einer Person bemerkst oder vermutest, wie zum Beispiel plötzliche Atemnot, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen, rufe sofort die Notrufnummer 112. Wenn eine Person bereits bekanntermaßen allergisch auf Insektengift reagiert, solltest du auch bei einem Insektenstich ohne Beschwerden unverzüglich den Notruf wählen.

Wenn die betroffene Person bei vollem Bewusstsein ist

  • Wenn du den Auslöser der allergischen Reaktion kennst und ihn siehst, entferne ihn bitte, zum Beispiel indem du einen Bienenstachel entfernst.
  • Achte besonders darauf, ob der/die Betroffene Atembeschwerden hat und ausreichend Luft bekommt.
  • Versuche, die betreffende Person zu beruhigen und bleibe selbst ruhig.
  • Fordere die betroffene Person auf, langsam und tief zu atmen.
  • Bringe die betroffene Person in eine aufrechte Sitzposition mit erhöhtem Oberkörper und bitte sie, sich mit den Armen abzustützen.
  • Um Schwellungen zu behandeln, solltest du ein Tuch mit Eis umwickeln und es auf die betroffene Stelle legen. Wenn die Schwellung im Mund oder Rachenbereich ist, kann das Lutschen von Eiswürfeln oder Speiseeis helfen.
  • Frage die Person, ob sie Allergien hat und ob sie eine Notfallmedikation wie beispielsweise Epipen® bei sich trägt. Wenn ja, helfe ihr bei der Anwendung.

Wenn die betroffene Person das Bewusstsein verloren hat oder bewusstlos ist

  • Überprüfe das Bewusstsein, indem du die Person ansprichst und sanft schüttelst.
  • Rufe laut um Hilfe, um die Umstehenden auf die Notfallsituation aufmerksam zu machen.
  • Um die Atmung zu überprüfen, überstrecke den Kopf und achte "hören, sehen, fühlen" für maximal zehn Sekunden darauf.
  • Wenn die normale Atmung vorhanden ist, solltest du die betroffene Person in eine stabile Seitenlage bringen. Kontrolliere ihre Atmung regelmäßig, bis die Rettungskräfte eintreffen.
  • Falls die Person nicht normal atmet, solltest du unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Das umfasst 30-malige Herzdruckmassagen und zweimaliges Beatmen.

Wie lange hält eine allergische Reaktion an?

Die Dauer einer allergischen Reaktion variiert stark und ist bei jedem Patienten und jedem Fall unterschiedlich. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist nicht vorhersehbar. Einige allergische Symptome können zwischen wenigen Minuten und wenigen Tagen anhalten. Die Dauer der Reaktion hängt auch von der Art der antiallergischen Therapie ab, die angewendet wird.

Wichtige Informationen zum Thema allergische Reaktionen

Es gibt verschiedene Faktoren, die eine allergische Reaktion verschlimmern können, wie körperliche Anstrengung, Medikamente, akute Infektionskrankheiten, Stress, warmes Wetter, Alkoholkonsum und hormonelle Veränderungen. Allergische Reaktionen werden in vier Schweregrade eingeteilt, abhängig von ihrer Intensität am gesamten Körper:

  • Milde Allgemeinreaktion: Der Körper zeigt Reaktionen wie Juckreiz, rote Ausschläge, Schwellungen der Schleimhäute, Unruhe, Übelkeit und Kopfschmerzen. Dies betrifft den gesamten Körper.
  • Mittelschwere Allgemeinreaktion: Es treten Symptome wie leichter Blutdruckabfall, Atemnot sowie Stuhl- und Urindrang auf.
  • Schwere Allgemeinreaktion: Es gibt Symptome wie Schock, Anschwellen und Verengung der Atemwege, Atemnot, deutlicher Blutdruckabfall und Bewusstseinseintrübung.
  • Organversagen: dies kann zu einem Kreislaufstillstand führen.

Wenn du vermutest, dass du allergisch auf Insektengift oder Nahrungsmittel reagierst, ist es empfehlenswert, eine Testung in einem Allergieambulatorium durchführen zu lassen. In manchen Fällen ist eine Impfung möglich. Personen, die allergisch auf Insektengift reagieren, sollten immer ein Notfallmedikamentenset bei sich tragen.

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