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Warzen.

Arten von Warzen im Detail

Bei einer Kontrolle wird der Arzt prüfen, um was für eine Form von Warzen es sich handelt. Abhängig von der Infektion können sich unterschiedliche Varianten der Warzen ausbilden. Der Arzt erkennt diese normalerweise an der Form, der Ausführung und der Lage.

Allerdings ist es auch sinnvoll, selbst ein Bild davon zu bekommen, welche Form von Warzen du möglicherweise hast. Nachfolgend gibt es detaillierte Ausführungen zu den einzelnen Arten der Warzen.

Flachwarzen

Flachwarzen werden auch als juvenile Warzen oder als Planwarzen bezeichnet und sind vor allem bei Jugendlichen und Kindern häufig zu finden. Die Warzen treten besonders häufig im Bereich der Finger oder Hände im Allgemeinen auf. Es ist möglich, dass diese sich auch umfassend über die Hände ausbreiten und wachsen. In dem Fall wird von Warzenbeeten gesprochen. Auch im Gesicht, dem Nacken oder auf der Stirn können sie sich ausbreiten.

Flachwarzen haben eine rundliche Form und sind eher klein und flach. Ihr Durchmesser liegt im Schnitt bei rund 5 mm. Sie werden auch als juvenile Warzen bezeichnet, da sie besonders häufig im Kindsalter und bei Jugendlichen auftreten.

Die Farbe der Flachwarzen ähnelt dem Hautton. Sie können aber auch eher bräunlich schimmern. Bei einem genauen Blick lassen sich auf der Oberfläche kleine Punkte erkennen. Meist treten mehrere Flachwarzen auf, die aber eher unregelmäßig verteilt sind. Sie sind auf der Stirn und im Gesicht zu finden, aber auch auf den Händen und Unterarmen.

Stachelwarzen

Stachelwarzen ähneln optisch kleinen Knoten auf der Haut und fühlen sich hart an. Die Knötchen bei diesen Warzentypen können von der Größe eines Stecknadelkopfes zu Beginn bis hin zu erbsengroß werden. Am Anfang des Wachstums haben Stachelwarzen eine leicht rötliche Farbe. Im Laufe der Zeit verändern sie die Farbe und werden eher gräulich. Auffällig ist die Form der Wucherungen. Sie sehen optisch aus wie ein Blumenkohl.

Typisch ist die Ausbildung von Tochterwarzen, die nahe an der Mutterwarze zu finden sind. Besonders häufig bilden sich die Stachelwarzen an der Hand aus. Sie gehören zu den vulgären Warzen und treten verhältnismäßig oft auf.

Stellst du fest, dass sich plötzlich viele Stachelwarzen auf deinem Körper bilden, ist eine Kontrolle beim Arzt zu empfehlen. Das gehäufte Auftreten kann ein Hinweis darauf sein, dass sich eine Immunschwäche ausbildet.

Nach der Infektion kann es bis zu zwei Jahre dauern, bis sich die Warzen ausbilden. Sie haben ein langsames Wachstum, können aber sehr lange wachsen und groß werden. Vor allem dann, wenn sich mehrere Warzen nahe aneinander bilden, kann es zu einem Warzenbeet kommen, was eine großflächige Wucherung darstellt.

Dornwarzen

Die Dornwarzen treten nur an den Fußsohlen sowie in den Zwischenräumen zwischen den Zehen oder an der Ferse auf. Besonders häufig betroffen sind Kinder oder Menschen, die ein schwaches Immunsystem haben. Dornwarzen können auch an den Händen auftreten.

Die Bezeichnung basiert auf dem Wachstum der Warze nach innen. Wie ein Dorn bohrt sie sich in den Fuß und wächst hinein in das Gewebe. Zusätzlich dazu kommt der Druck, der entsteht, wenn du läufst. Die Warze wird dadurch noch tiefer in das Gewebe gedrückt. Auch die Entstehung von Schmerzen oder einem unangenehmen Druckgefühl.

Es kommt häufig zur Verwechslung zwischen Hühnerauge und Dornwarze. Hühneraugen wölben sich meist mehr nach außen und haben einen glasigen Kern in der Mitte. Dornwarzen sind flach und gehen eher in die Haut. Auf der Oberfläche zeigen sich dunkle Punkte. Es handelt sich dabei um Einblutungen.

Dellwarzen

Dellwarzen zeichnen sich durch eine kleine Delle in der Mitte aus, während rundherum hautfarbene Knötchenbildung entsteht. Die hochansteckenden Warzen treten vorwiegend dann auf, wenn du viel Kontakt zu anderen Menschen hast. Daher sind sie oft bei Kindern und Jugendlichen zu finden, die sich in Umkleideräumen, Gemeinschaftsduschen oder im Schwimmbad infizieren. Umgangssprachlich wird hier oft von Schwimmbadwarzen gesprochen. Aber auch als Mollusken sind sie bekannt.

Interessant: Dellwarzen werden nicht durch das humane Papillomavirus ausgelöst, sondern durch das Molluscum-contagiosum-Virus. Es ist jedoch ebenso ansteckend.

Die Größe variiert. Von erbsengroßen Wucherungen bis nur wenige Millimeter kleine Formen ist alles möglich. Meist sammeln sich mehrere Dellwarzen an einer Körperstelle. Häufig treten sie an den Achseln, den Oberarmen, den Augenlidern oder dem Mund auf. Auch eine Ausbreitung im Genitalbereich ist möglich. Farblich gesehen können Dellwarzen sowohl rot als auch weiß oder gelblich sein.

Ein großes Problem bei Dellwarzen ist, dass sie teilweise mit Hautunreinheiten verwechselt werden. Grund dafür ist, dass sie in der Mitte eine weiße Flüssigkeit haben, die an Eiter erinnert. Drückst du die Dellwarzen aus, verbreitet sich die hochvirale Flüssigkeit und die Warzen wachsen auch an anderen Stellen.

Mosaikwarzen

Mosaikwarzen wachsen, genau wie die Dornwarzen, nur an den Fußsohlen. Kennzeichnend ist, dass sie immer flächig wachsen. Auch wenn die Mosaikwarze selbst nur wenige Millimeter groß ist, so bildet sie, durch das Gruppenwachstum, eine größere Fläche unter dem Fuß. Die Warzen selbst sind gelblich oder auch weißlich. Teilweise zeigen sich dunkle Punkte in der Mitte.

Ein großes Problem bei Mosaikwarzen ist, dass das Warzenbeet sich über die gesamte Fußsohle ziehen und so zu Beschwerden führen kann. Reibungen durch Schuhe und Socken können dafür sorgen, dass sich die Mosaikwarzen öffnen und Flüssigkeit austritt. Dadurch verbreiten sie sich noch weiter.

Feigwarzen

Feigwarzen oder Genitalwarzen treten meist im Bereich der Genitalien und des Afters auf. Eine Übertragung erfolgt meist über ungeschützten Geschlechtsverkehr. Zu Beginn verursachen sie normalerweise keine Beschwerden. Zu Beginn des Wachstums haben sie eine spitze Form, die später eher unregelmäßig und breiter wird.

Feigwarzen verbreiten sich oft in der Gruppe. An einer Stelle befinden sich mehrere Wucherungen nebeneinander. Dadurch sind sie recht schnell zu spüren, beispielsweise bei der Reinigung des Genitalbereiches.

In einigen Fällen kann es auch zu einem Brennen oder zu Juckreiz kommen. Gerade Frauen sind von einem unangenehmen Ausfluss betroffen. Beim Geschlechtsverkehr kann es zu Schmerzen kommen.

Pinselwarzen

Die Verrucae filiformes, besser bekannt als Pinselwarze, gehören zu den Warzen-Arten, die sich überall am Körper ausbilden können. Besonders oft betroffen sind allerdings die Bereiche, an denen die Haut eher fein und weich ist, wie am Hals, am Mund, an den Ohren oder an den Augen.

Die Bezeichnung basiert auf der speziellen Form. Sie sind länglich wie ein Faden (fadenförmig) oder ein Zapfen und werden zum Abschluss hin etwas breiter. Der Farbton kann variieren. Es gibt sehr helle Pinselwarzen, aber auch rötliche Varianten. Meist entstehen mehrere Pinselwarzen nebeneinander, die sich verzweigen. Dies sorgt dann dafür, dass sie optisch wie der Kopf eines Pinsels wirken.

Stielwarzen

Stielwarzen sind keine Warzen, sondern Fibrome. Sie werden nicht durch Viren ausgelöst, sondern basieren auf einer starken Vermehrung der Hautzellen des körpereigenen Bindegewebes. Was genau die Ursache ist, konnte bis heute nicht abschließend geklärt werden. Es wird aber davon ausgegangen, dass sowohl das Alter als auch das Körpergewicht einen Einfluss auf Wucherungen an den verschiedenen Hautstellen haben können.

Die Fibrome sind gutartige, hautfarbene Wucherungen, die wie kleine Hautknoten aussehen und unterschiedliche Formen annehmen können. Sie zeigen sich vermehrt im Bereich rund um Hals und Gesicht. Zudem sind Stielwarzen häufig in Körperfalten zu finden.

Alterswarzen

Die Bezeichnung „Alterswarzen“ basiert darauf, dass sie überwiegend bei Menschen auftreten, die sich in der zweiten Hälfte ihres Lebens befinden. Auch hierbei handelt es sich um Wucherungen der Haut, bei denen die Ursache nicht komplett bekannt ist. Es wird davon ausgegangen, dass es ein Zusammenspiel aus Alter, erblichen Faktoren und Zustand der Haut ist.

Alterswarzen sind nicht ansteckend. Die Diagnose ist schwierig, da diese Form in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten kann. Alterswarzen sind eher braun oder auch hellbraun und wölben sich von der Haut ab. Sie sind erhaben. Teilweise können sie auch eine schwarze Ausfärbung annehmen sowie zerklüftet wirken. Auffällig ist, dass sich die Warzen sehr gut von der umliegenden Haut abgrenzen und so nicht mit Leberflecken verwechselt werden können.

Auftreten können sie an allen Stellen des Körpers. Oft zeigen sie sich jedoch im Gesicht und an den Händen. Sonderformen sind Warzen, die auf dem Leser-Trélat-Syndrom basieren. Diese Warzen bilden sich schnell aus und machen durch einen unangenehmen Juckreiz auf sich. Zeigen sich die verhornten Wucherungen vor allem an den Unterschenkeln in einer weißlichen Färbung, wird von Stukkokeratose gesprochen.

Alterswarzen haben unterschiedliche Bezeichnungen, wie:

  • Seborrhoische Keratose
  • Stukkokeratose
  • Baselzellenpapillom
  • Senile Hornhautwucherungen
  • Verruca seborrhoica senilis

Behandlungsmethoden bei Warzen

Die Behandlungsmethoden bei Warzen sind immer abhängig von der Form der Warzen, der Stärke des Befalls sowie den Stellen, an denen sich die Warzen befinden. Viele Warzen-Arten entwickeln sich auch von selbst zurück. Das kann jedoch über einen Zeitraum von mehreren Jahren dauern. Eine Narbenbildung tritt meist nicht auf. Sowohl aus kosmetischen als auch aus medizinischen Gründen kann jedoch eine Entfernung durch Hilfsmittel eine sinnvolle Entscheidung sein. Zur Verfügung stehen die folgenden Behandlungsmethoden:

Warzen verätzen

Es besteht die Möglichkeit, Warzen zu verätzen. Hierfür wird Milchsäure (und Salicylsäure) verwendet, die äußerlich auf die Warze aufgetragen werden und die Warzen aufweichen. Ein Rezept ist nicht notwendig.

Um die Warze zu verätzen, muss mehrmals täglich das Mittel auf die Warze aufgetragen werden. Die Oberfläche der Warze verfärbt sich mit der Zeit hell und löst sich ab. Die oberste Schicht muss dann vorsichtig gelöst werden. So werden Hautschicht für Hautschicht aufgeweicht und die Hautveränderungen in Form von Warzen abgetragen. Hier ist ein Zeitraum von drei bis vier Wochen einzuplanen. Das Aufweichen der Hornhaut bereitet normalerweise keine Schmerzen.

Es stehen dafür verschiedene Produkte zur Verfügung, Salben gegen Warzen oder eine Warzen Tinktur. Ebenfalls möglich ist es, Warzenpflaster zu verwenden, die auf die Warzen aufgeklebt werden.

Es kann passieren, dass auch gesunde Bereiche rund um die Warze mit den Säuren in Berührung kommen und leichte Verletzungen entstehen können. Um dies zu vermeiden, sollten die Bereiche um die Warze mit Vaseline eingerieben und so geschützt werden. Achte darauf, dass nichts von der infizierten Haut beim Abtragen mit der gesunden Haut in Berührung kommt, damit sich die Viren nicht verbreiten können.

Warzen vereisen

Eine weitere Möglichkeit für die Entfernung verschiedener Arten von Warzen ist die Vereisung. Hier wird mit sehr niedrigen Temperaturen gearbeitet. Bekannt ist die Methode auch als Kryotherapie. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Therapie, die zu Hause durchgeführt werden kann. Die notwendigen Sprays oder einen Stift gegen Warzen gibt es ohne Rezept in der Apotheke.

Über ein Spray, das mit einer Kältesonde versehen ist, trifft flüssiger Stickstoff auf die Warze. Dieser hat eine Temperatur von -196 °C. Die geringen Temperaturen sorgen dafür, dass es in den Gewebezellen in der Warze zur Ausbildung von Eiskristallen kommt. Die Kristalle sind die Ursache dafür, dass die Zellen zerstört werden.

Es dauert einige Tage, bis das Warzengewebe anschließend abgestorben ist. Die Warze löst sich von der Haut und fällt ab.
Häufig ist eine mehrmalige Behandlung notwendig, die Schichten der Warzen werden nach und nach vereist und abgetragen.
Eine Vereisung kann auch durch den Arzt durchgeführt werden. Hier hast du den Vorteil, dass der Arzt besonders präzise arbeitet, da er direkt mit einer Kältesonde agiert und so das Zentrum der Warze genau treffen kann. Beim Arzt kannst du um eine örtliche Betäubung bitten.

Wichtig: Nach der Vereisung kann es zur Blasenbildung über der Warze kommen. Die Blase darf nicht von Hand geöffnet werden. Alles muss in Ruhe abheilen.

Warze mit Laser behandeln

Bei verschiedenen Warzen-Arten ist es möglich, die Warze mit einem Laser abzutragen. Dies wird durch den Arzt umgesetzt. Die Durchführung kann mit oder ohne örtliche Betäubung erfolgen. Die umliegende Haut wird geschützt. Anschließend richtet der Arzt einen Laserstrahl direkt auf die Warze.

Es kommt zum Verbrennungs-Effekt. Innerhalb von wenigen Sekunden ist die Behandlung abgeschlossen. Abhängig vom Ergebnis kann es sein, dass der Arzt die verbrannte Warze noch abschabt. Teilweise fällt sie aber auch von selbst ab. Die Wunde benötigt anschließend Zeit, um komplett zu verheilen.

Ausschabung der Warzen

Eine vollständige Entfernung von Warzen kann mit einer Ausschabung erfolgen. Es handelt sich hierbei um einen chirurgischen Eingriff, der ambulant durchgeführt wird. Der Ablauf erfolgt in wenigen Schritten:

  1. Betäubung der Haut
    Rund um die Warze setzt der Arzt eine Betäubung. Hierfür sind Injektionen notwendig.
  2. Ausschabung
    Mit einem Löffel oder Schaber wird die Warze nun komplett aus der Haut entfernt.
  3. Blutstiller
    Es entsteht eine offene Wunde, die blutet. Der Arzt wird nun dafür sorgen, dass die Blutung gestillt wird. Dafür setzt er einen Blutstiller ein, der kurz einwirken muss. Teilweise kann es notwendig sein, die entstandene Wunde zu nähen.
  4. Nachsorge
    Bei der Ausschabung ist eine Nachsorge notwendig. Wie diese durchgeführt wird, erklärt der Arzt. Bei einer genähten Wunde musst du noch zum Fäden ziehen gehen.

Es kann zu einer Narbenbildung kommen.

Wichtig: Erst nach rund vier Wochen kann geprüft werden, ob es möglich war, die ganze Warze zu entfernen. Sollten sich jetzt noch Reste zeigen, müssen diese erneut entfernt werden. Nur so lässt sich verhindern, dass sich die Warze wieder ausbreitet.

Behandlung mit Elektrochirurgie – Verödung der Warze

In einigen Fällen ist es möglich, mit Elektrochirurgie eine Behandlung der Warze durchzuführen. Bei dieser Variante wird auch von einer Verödung gesprochen. Vor der Behandlung kann eine Betäubung der betroffenen Stelle erfolgen. Dies spricht der Arzt normalerweise mit Dir ab.

Die Einleitung von Strom erfolgt entweder über den Einstich der Elektroden in die Warze oder das Anlegen der Elektroden. Nun erfolgt die Leitung von Strom in die Warzen. Der Strom sorgt für eine Verbrennung der Warzen oder trocknet diese aus. Sie werden verödet.

Bei sehr oberflächlichen Warzen reicht es anschließend aus darauf zu warten, dass die Warze abfällt. Bei eher tiefen Warzen kann es anschließend notwendig werden, noch eine zusätzliche Ausschabung durchzuführen.

Risikogruppen – diese Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Warzen

Einige Risikogruppen sind besonders gefährdet, wenn es um die Ausbildung von Warzen geht:

  • Menschen, die öfter in Gemeinschaftsduschen nach dem Sport oder dem Schwimmen duschen
  • Menschen, die häufig mit Infizierten in Kontakt kommen, beispielsweise bei Gruppen von Kindern, wie in der Schule
  • Mitarbeiter in der Fleischproduktion, wie Metzger
  • Betroffene, die unter atopischen Erkrankungen leiden
  • Betroffen mit einem geschwächten Immunsystem

Bei einer atopischen Erkrankung handelt es sich um allergische Erkrankungen. Bist du betroffen, reagiert dein Körper oft deutlich stärker auf Umweltstoffe, die bei nicht Betroffenen keine Reaktion auslösen. Besonders bekannt als atopische Erkrankung ist die Neurodermitis.

Ein geschwächtes Immunsystem kann auch auf Erkrankungen basieren, wie Aids oder einer Krebserkrankung. Ebenfalls betroffen sind Menschen, die Immunsuppressiva einnehmen müssen, wie nach einer Transplantation.

Warzen vorbeugen oder Neubildung verhindern

Die meisten Arten von Warzen werden durch die Übertragung von HPV von Mensch zu Mensch ausgelöst. Über eine Vorbeugung lassen sich die Infektionen zu großen Teilen verhindern oder das Risiko deutlich minimieren. Empfohlene Maßnahmen sind:

  1. Stärkung des Immunsystems
    Ein Befall mit HPV-Viren muss nicht immer zur Ausbildung von Warzen führen. Größer ist die Wahrscheinlichkeit aber dann, wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist. Ein starkes Immunsystem kann mit den Erregern besser umgehen. Eine ausgewogene Ernährung, Bewegung sowie ein gesunder Schlaf stärken das Immunsystem.
  2. Textilien nicht teilen
    Eine Übertragung der Viren kann auch erfolgen, wenn sich Textilien geteilt werden, wie Handtücher, Socken oder auch Bettwäsche. Daher solltest du diese Dinge nicht teilen, wenn du nicht sicherstellen kannst, ob Menschen um Dich herum möglicherweise unter Warzen leiden.
  3. In Gemeinschaftseinrichtungen Füße schützen
    Gerade in Schwimmbädern, Gemeinschaftsduschen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen werden sehr häufig Viren übertragen. du kannst Dich schützen, wenn du diese Bereiche ausschließlich mit Badelatschen nutzt und alle dort verwendeten Textilien anschließend umfassend reinigst.
  4. Reinigung korrekt durchführen
    Die Reinigung von Textilien, gerade nach der Nutzung in einer Gemeinschaftseinrichtung, ist wichtig zur Vorbeugung von Infektionen. Die Textilien sollten immer bei Temperaturen von 60 °C gewaschen werden. Ist dies nicht möglich, kannst du alternativ auch einen Hygienespüler verwenden, der Viren und Bakterien abtötet. Denke auch an deine Schuhe oder Badelatschen. Hier ist eine Desinfektion hilfreich, wenn sie nicht in die Waschmaschine können.
  5. Durchführung einer HPV-Impfung
    Es gibt eine Impfung gegen HPV. Diese wurde zum Schutz vor der Ansteckung mit Humanen Papillomaviren entwickelt, die besonders häufig als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs oder Feigwarzen auftreten. Die Impfung erhöht ausschließlich den Schutz vor einigen HP-Viren, schützt aber nicht vor anderen Formen von Warzen.
  6. Geschlechtsverkehr nur mit Schutz
    Ebenfalls eine wichtige Vorbeugung von Feigwarzen ist es, Geschlechtsverkehr ausschließlich mit Kondomen durchzuführen, wenn du unsicher bist, ob dein Partner oder deine Partnerin vielleicht eine Infektion haben. Bedenke, dass die Übertragung auch über Oralverkehr erfolgen kann. Regelmäßige Prüfungen beim Arzt, ob eine Infektion vorliegt, sind empfehlenswert.

Vorbeugung der Verbreitung von Warzen durch Betroffene

Wer selbst unter Warzen leidet, sollte ebenfalls Maßnahmen durchführen, um andere Menschen zu schützen. Beim Schwimmen ist es wichtig, alle Warzen abzukleben. Die Verwendung von wasserfesten Pflastern sorgt dafür, dass sich die Pflaster bei Feuchtigkeit nicht lösen.

Bist du betroffen, solltest du deine Handtücher, Schuhe und auch Handschuhe wirklich nur für Dich verwenden und diese getrennt von Sachen anderer Menschen aufbewahren.

Trage immer dort, wo auch andere Menschen laufen, unbedingt Schuhe, sollten sich die Warzen an den Fußsohlen befinden. Zudem ist es wichtig, die Warzen nicht zu berühren, da dadurch die Viren weitergetragen werden. Solltest du doch einmal gegen deine Warze kommen, ist es wichtig, anschließend direkt die Hände zu reinigen und auch zu desinfizieren.

Ausbreitung von Warzen auf dem eigenen Körper verhindern

Infektionen mit Warzen können sich nicht nur von Mensch zu Mensch verbreiten. Es ist auch möglich, dass sich ein Befall auf deiner Haut weiter ausbreitet, wenn du nicht die richtigen Maßnahmen einhältst. Eine Reduzierung des Risikos erfolgt mit folgenden Punkten:

  • Achte darauf, nicht an deinen Warzen zu kratzen, auch wenn diese jucken.
  • Versuche nicht, selbst deine Warzen zu öffnen oder zu lösen.
  • Wasche immer deine Hände gründlich, wenn du deine Warzen berührt hast.
  • Wechsle bei Warzen an den Füßen deine Socken täglich und achte darauf, dass deine Füße nicht feucht sind. Gehe nicht barfuß.
  • Klebe die Warzen ab.
  • Verwende Produkte vom Arzt oder aus der Apotheke, um gegen die Warzen vorzugehen.

Bei der Behandlung von Warzen ist Geduld gefragt. Es dauert oft über mehrere Wochen und Monate, bis sie verschwunden sind.

FAQ: Warzen

Muss ich bei Warzen zum Arzt?

Auch wenn es in der Apotheke frei verkäufliche Mittel für die Behandlung von Warzen gibt, empfiehlt es sich, erst einmal eine Diagnose beim Arzt stellen zu lassen. Er kann prüfen, um was für eine Form von Warzen es sich handelt und Dich dabei unterstützen, die richtige Behandlungsform auszuwählen.

Wann ist eine Biopsie notwendig?

In einigen Fällen kann es sein, dass der Arzt eine Biopsie durchführen möchte. Dies wird er dann anregen, wenn sich nicht klar erkennen lässt, ob es sich bei den Hautauswüchsen um Warzen handelt. Mit einer Biopsie lässt sich eine klare Diagnose stellen. Bösartige Wucherungen können erkannt werden, wie die Ausbildung von Hautkrebs.

Wie lange ist die Inkubationszeit bei Warzen?

Eine Infektion mit Viren, die Warzen auslösen, wird nicht gleich erkannt. Tatsächlich dauert es mehrere Wochen, teilweise sogar einige Monate, bis sich nach der Ansteckung Warzen ausbilden. Daher lässt sich nicht immer zurückverfolgen, wo eine Ansteckung erfolgt ist.

Sind Warzen gefährlich?

Bei Warzen handelt es sich um gutartige Hautwucherungen. Bei einem gesunden Menschen sind zwar optisch nicht schön, dafür aber harmlos. Allerdings sind die meisten Formen hochansteckend und können sich auch leicht über den Körper hinweg verteilen. Alterswarzen sind nicht ansteckend, da es sich nicht um eine virale Form handelt. Werden Warzen nicht behandelt, bleiben sie jedoch über Jahre hinweg auf deinem Körper.

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