Sonnenbrand (14 Produkte)
Sonnenbrand (Dermatitis solaris)
Auch wenn das Sonnenlicht für Deinen Körper eine sehr wichtige Rolle spielt und unter anderem für die Bildung von Vitamin-D zuständig ist, bringt es nicht nur Vorteile mit sich. Bei einem übermäßigen Sonnenbad sind auch negative Auswirkungen für den Körper nicht weit, was vor allem auf die Haut zutrifft.
Wenn die Haut oft UV-Strahlung abbekommt und dabei nicht ausreichend geschützt wird, bilden sich dadurch vermehrt Falten und Altersflecken, sodass die Haut wesentlich schneller altert. Des Weiteren verbrennt die Haut, wird rot und schmerzt. Durch den Sonnenbrand steigt zudem die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken.
Das Wichtigste in Kürze:
- Sonnenbrand entsteht durch zu starke und lange Sonneneinstrahlung. Durch die zu starke UV-Einstrahlung verbrennt die Haut.
- Sonnenbrand kann auch dann auftreten, wenn Du Deine Haut im Vorfeld mit Sonnenschutz bzw. Sonnencreme eincremst.
- Entsprechend der Stärke des Sonnenbrands gibt es nun unterschiedliche Möglichkeiten, den Sonnenbrand zu behandeln. Dabei geht’s es vor allem um die schnelle Behandlung.
Sonnenbrand: Definition
Der Sonnenbrand, Dermatitis solaris, entsteht, wenn die UV-Strahlen kurzfristig zu lange auf die oberste Hautschicht treffen und sie dadurch schädigen. Die Zellen schütten in der Folge Entzündungsbotenstoffe wie Serotonin oder Histamin aus. Es entsteht eine Entzündungsreaktion. In diesem Fall sprechen Dermatologen von einem sogenannten UV-Erythem. Es dauert allerdings einige Stunden, bis dieser Entzündungsprozess als Sonnenbrand zu sehen bzw. zu fühlen ist. Dieser tritt nach ein bis sechs Stunden auf.
Der Sonnenbrand ähnelt einer Verbrennung ersten bis zweiten Grades. Jucken, begrenzte Rötungen, Hitzegefühl, gelegentliche Blasenbildung und Ödeme sowie Schmerzen gehören zu den typischen Symptomen. Das Maximum erreichen die Symptome bereits nach 12-24 Stunden. Der Sonnenbrand bildet sich nach drei bis sieben Tagen zurück.
Sonnenbrand – die unterschätzte Brandwunde
Häufig wird Sonnenbrand unterschätzt. Während eine leichte Rötung vielleicht noch erträglich ist, kann es so schlimm werden, dass sich Blasen bilden oder sich die Haut abschält.
So handelt es sich beim Sonnenbrand mit Blasen bereits um eine Verbrennung zweiten Grades, welche auch durch Feuer hervorgerufen werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Du den Sonnenbrand immer wie eine Verbrennung bzw. Brandwunde behandelst und niemals unterschätzt.
Darum ist Sonnenbrand so gefährlich
Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland ca. 234.000 Menschen an Hautkrebs, welcher durch eine zu hohe UV-Strahlung entsteht. Leider trifft es davon 24.000 Menschen sehr schwer, denn sie erkranken an dem aggressiven und sehr gefährlichen schwarzen Hautkrebs, welcher ebenfalls unter dem Namen Melanom bekannt ist.
Der weiße Hautkrebs, auch Basalzellkrebs genannt, kann ebenso die Ursache von zu viel UV-Strahlen sein. Dazu zählt nicht nur die direkte Sonneneinstrahlung, sondern ebenso der Besuch im Solarium. Zudem solltest Du immer daran denken, dass jeder Sonnenbrand auch dauerhafte Schäden auf der Haut hinterlassen kann. Des Weiteren sind Experten der Meinung, dass Menschen, welche selbst in jungen Jahren öfter einen Sonnenbrand hatten, ein höheres Risiko tragen könnten, später dann an Hautkrebs zu erkranken.
Wichtig: Wie gefährlich der Sonnenbrand schlussendlich wirklich ist, ist immer unterschiedlich und vor allem vom individuellen Hauttyp abhängig. Du solltest den Sonnenbrand allerdings niemals auf die leichte Schulter nehmen!
Gibt es Unterschiede beim Sonnenbrand?
Nicht jeder Sonnenbrand ist gleich. Wie schwer dieser ausfällt, ist immer abhängig von dem Hauttyp sowie vielen weiteren Faktoren. Bei einem Sonnenbrand handelt es sich ebenso um eine Verbrennung der Haut, wie bei einer Verbrennung durch Feuer bzw. Hitze. Beim Sonnenbrand wird in drei unterschiedliche Schweregrade unterschieden:
| Schweregrad des Sonnenbrands | Symptome |
| Grad eins – der leichte Sonnenbrand | - Rötung der betroffenen Hautstellen - Überwärmung der betroffenen Hautstellen - Die Haut kann spannen - Die Haut kann anschwellen - Der Sonnenbrand kann jucken - Betroffene Hautstellen können brennen bzw. weh tun |
| Grad zwei – der mittelstarke Sonnenbrand | - Starke Rötungen der Hautpartien - Es bilden sich Bläschen - Die Haut schält später ab - Es brennt und schmerzt - Es kann jucken, vor allem dann, wenn die Haut sich abschält |
| Grad drei – schwere Verbrennungen | - Bei diesem schweren Sonnenbrand sind die obersten Hautschichten zerstört - Oberste Hautschichten lösen sich ab - Es können Narben zurückbleiben - Starke Schmerzen |
Gut zu wissen: Beim Sonnenbrand treten die ersten Symptome ca. vier bis acht Stunden nach dem Kontakt der Sonne auf. Bereits nach 24 bis 36 stunden ist der Höhepunkt des Sonnenbrands erreicht. Wie schnell der Sonnenbrand abgeheilt ist, ist immer individuell von der Haut sowie auch der Schwere der Verbrennung abhängig. Normalerweise klingen die Verbrennungen durchschnittlich nach ein bis zwei Wochen wieder ab.
Ursachen für den Sonnenbrand
In der Medizin ist der Sonnenbrand unter dem Begriff „Dermatitis Solaris“ bekannt. Hierbei handelt es sich um einen akuten Schaden der Haut, welcher durch die ultraviolette Strahlung der Sonne entstand.
Die Haut wurde also durch eine übermäßige Sonneneinstrahlung verbrannt. Wann genau es zu viel des „Guten“ ist, ist allerdings von Mensch zu Mensch sehr verschieden und abhängig von dem individuellen Hauttyp. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Anfälligkeit für Sonnenbrand auch durch die Einnahme von Medikamenten gesteigert werden kann.
Ein Sonnenbrand entsteht umso schneller, je länger wir der Sonne ausgesetzt sind und je höher der Anteil der UV-Strahlung im Sonnenlicht zu diesem Zeitpunkt ist.
Gut zu wissen: Die Anzahl der Pigmente (Melanin), welche jeder Mensch besitzt, ist ebenfalls wichtig. Je mehr Du davon hast, desto höher ist auch Dein Schutz vor einem Sonnenbrand. Ebenfalls wichtig ist, wieviel Melanin die Haut produzieren kann.
Übersicht über die Ursachen des Sonnenbrands:
- An erster Stelle ist sowohl die künstlich erzeugte als auch die natürliche UV-Strahlung für den Sonnenbrand verantwortlich.
- Zu lange Sonnenbäder, bei denen Deine Haut nicht ausreichend geschützt wurde.
- An bewölkten Tagen wird die Sonneneinstrahlung häufig unterschätzt.
- Der verwendete Sonnenschutz hat keinen ausreichenden Lichtschutzfaktor.
- Durch die Reflektion von Wasser oder Schnee entsteht eine erhöhte Sonnenbestrahlung.
- Verschiedene Medikamente, wie zum Beispiel Antibiotika, können die Lichtempfindlichkeit erhöhen.
Sonnenbrand Symptome und Anzeichen
Leider macht sich ein Sonnenbrand nicht direkt bemerkbar, sodass es häufig vorkommt, dass das Sonnenbad nochmals verlängert wird, obwohl es bereits zu lange anhält. In diesem Fällen verschlimmert sich auch der Sonnenbrand natürlich zunehmend.
Zu den Kernsymptomen gehört neben der roten und verbannten Haut ein Spannungsgefühl sowie oft Schwellungen. Die Haut juckt stark und wenn man diesem Drang nachgeht, tut es schnell sehr weh. In der Regel treten die ersten Rötungen ca. vier bis acht Stunden nach dem Sonnenbad ein, wobei der Höhepunkt erst nach ca. 24 Stunden erreicht ist. Die Hautpartien. Können auch überwärmt sein. Solltest Du Dich mal großflächig verbrannt haben, kann es passieren, dass der Körper mit Fieber reagiert.
Während bei Verbrennungen zweiten Grades bereits Bläschen auftreten können, sind die Symptome bei Verbrennungen dritten Grades noch schlimmer. Bei beiden Graden kann es jedoch passieren, dass es zu Kreislaufversagen kommt. Außerdem sinkt in einigen Fällen der Blutdruck. Betroffene fühlen sich oft krank und schwach, wobei es in schweren Fällen sogar zur Ohnmacht kommen kann.
Interessant zu wissen: Wenn jemand bei einem Sonnenbrand noch unter Schmerzen wie Kopfschmerzen, Erbrechen und Übelkeit sowie Nackensteifheit oder Blasenbildung leidet, handelt es sich nicht nur um eine reine Verbrennung. In diesem Fall sprechen Experten von einem Sonnenstich. Beim Sonnenstich ist das Gehirn überhitzt. Das sollte ebenso wie der Sonnenbrand niemals unterschätzt werden, denn dieser kann in schweren Fällen zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Aus diesem Grund ist es ratsam, stets einen Arzt aufzusuchen.
Sonnenbrand behandeln – das ist zu tun
Wie der Sonnenbrand behandelt werden muss, ist immer von dem individuellen Ausmaß abhängig. Es gibt unterschiedliche Maßnahmen, um die Beschwerden zu lindern. Am wichtigsten ist es, dass Du schnell handelst. Vor allem, weil der Sonnenbrand nicht nur jucken, sondern auch stark schmerzen kann. Sobald sich Blasen bilden, ist es wichtig, dass sich ein Arzt Deinen Sonnenbrand genauer anschaut.
Wenn Du länger in der Sonne gesessen hast und einen Sonnenbrand befürchtest, ist es natürlich wichtig, direkt die Sonne zu meiden und in den Schatten zu gehen.
Sonnenbrand kühlen
Die Schmerzen können durch Kühlung gelindert werden. Dabei helfen feuchte Tücher und Umschläge besonders gut, durch welche das Hitzegefühl verringert wird. Auch eine Dusche kann helfen, sich im Anschluss ein wenig abzukühlen. Aber Achtung, wenn Du durch die Sonne zu sehr erhitzt wurdest oder unter einer Herz-Kreislauferkrankung leidest, solltest Du die Haut lieber nur mit lauwarmem Wasser abkühlen und nicht direkt mit kaltem Wasser beginnen, um den Kreislauf zu schonen. Wichtig dabei ist, dass das Wasser, welches du zum Kühlen nutzt, nicht kälter als 15 bis 20 Grad sein sollte.
Bei der Verwendung von Kühlpads zw. Coolpads solltest Du ebenso vorsichtig sein. Dabei ist es wichtig, stets ein Tuch auf die Haut zu legen und die Haut vor der Kältequelle zu schützen.
Die Kühlung ist nur dann hilfreich, wenn diese direkt nach der Verbrennung angewandt wird. Da der Sonnenbrand jedoch normalerweise erst einige Stunden später bemerkt wird, ist die direkte Kühlung natürlich schwierig.
Achtung: Bei Kindern musst Du besonders aufpassen. Kinder neigen dazu, schneller zu unterkühlen als Erwachsene.
Feuchte Haut weiter befeuchten
Solange Deine Haut noch feucht ist, solltest Du ihr weiterhin Feuchtigkeit zufügen. Nutze dazu eine feuchtigkeitsspendende Lotion und halte damit Deine Haut in den nächsten Tagen feucht. Verzichte jedoch auf Salben, welche auf Petroleumbasis oder Ölbasis basieren. Diese haben die Eigenschaft, dass dadurch die Hitze eingeschlossen werden könnte, wodurch sich die Verbrennungen weiter verschlimmern könnte. Auch Aloe Vera in Cremes oder Gelen kann lindernd und angenehm sein.
Die Entzündung verringern
Es ist ebenso möglich, mit Medikamenten den Sonnenbrand zusätzlich zu behandeln. Die Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatikum (NSAID zum Beispiel Ibuprofen oder Naproxen) ist schmerzlindernd und entzündungshemmend. Des Weiteren können rezeptfreie, kortisonhaltige Cremes auf die Rötungen und Schwellungen aufgetragen werden. Hinzu kommt Aloe Vera, wodurch auch leichte Verbrennungen gelindert werden können.
Sonnenbäder meiden – raus aus der Sonne
Einige Menschen mit einem frischen Sonnenbrand cremen diesen ein, um im Anschluss wieder in die Sonne zu gehen. Vor allem im Urlaub ist das nicht selten der Fall. Das ist allerdings ein großer Fehler. Die Haut ist verbrannt und sollte auf keinen Fall erneut der Sonne ausgesetzt werden, da Du durch die Sonnenstrahlung ansonsten weitere Verbrennungen entstehen könnten.
Wenn Du schon mit Sonnenbrand raus in die Sonne möchtest, solltest Du Dich nicht nur komplett mit einem hohen Sonnenschutzmittel eincremen, sondern den Sonnenbrand zusätzlich mit Kleidung abdecken, um die verbrannte Haut bestmöglich zu schützen.
Kleidung schützt
Du solltest dich nicht nur ausreichend mit hochwertigen Sonnenschutzmitteln eincremen, sondern kannst deine Haut auch durch das Tragen von Kleidung schützen. Vor allem bei hohen Temperaturen ist es zu empfehlen, lockere Kleidung zu tragen. Lockere Blusen bzw. Hemden sind dafür besonders gut geeignet, da diese nicht zu eng sitzen und daher auch an warmen Tagen nicht stören. Auch bei Sonnenbrand ist es wichtig, die Haut durch Kleidung vor weiterer Sonneneinstrahlung zu schützen.
Die Tageszeit ist wichtig
Die Tageszeit spielt ebenso eine wichtige Rolle. Mittags ist davon abzuraten, sich in der direkten Sonne aufzuhalten. Jetzt scheint die Sonne besonders stark und die Gefahr, sich zu verbrennen, ist wesentlich höher als am Morgen oder dem Abend. So ist es möglich, Sonnenbrand von Anfang an vorzubeugen. Doch auch wenn die Sonne nicht stark scheint, solltest Du Dich trotzdem ausreichend schützen.
Hausmittel bei Sonnenbrand
Zahlreiche Menschen behandeln den Sonnenbrand mit typischen Hausmitteln. Allerdings wird das nur dann empfohlen, wenn es sich um einen leichten Sonnenbrand handelt. Bei einem Sonnenbrand Grad zwei oder drei solltest Du einen Arzt aufsuchen und etwas gegen die Schmerzen einnehmen, um Deinen Körper zu entlasten und zu unterstützen. Doch Achtung, nicht alle Hausmittel, welche stets empfohlen werden, sind auch wirklich gut geeignet. Wir möchten Dir zeigen, was wirklich unterstützen kann.
Quark- und Joghurtwickel
Quarkwickel oder Joghurtwickel sind wohl am meisten verbreitet und werden gerne zur Linderung von leichtem Sonnenbrand eingesetzt. Diese Wickel dienen vor allem der Kühlung von betroffener Haut und sollen der verbrannten Hautpartie zusätzlich Feuchtigkeit spenden.
Achtung: Bei einigen Menschen können Milchprodukte selbst zu Hautreizungen führen. Bei offenen Wunden kann es im schlimmsten Fall sogar zu Entzündungen kommen. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass die Wickel beim ersten Mal an einer kleineren Stelle ausprobiert werden, um zu sehen, wie der Körper reagiert.
Apfelessig
Bei leichtem Sonnenbrand empfehlen einige auch Apfelessig mit Wasser zu mischen und dieses vorsichtig auf die betroffenen Hautstellen aufzutragen. Damit soll sich die Haut besser regenerieren und auch die kühlende Wirkung spricht für eine solche Anwendung. Experten raten allerdings von der Sonnenbrandbehandlung mit Apfelessig ab. Die im Apfelessig enthaltene Säure kann zu Reizungen der Haut führen und damit den Heilungsprozess verlangsamen. Außerdem kann das Gemisch brennen und somit unangenehme Schmerzen verursachen.
Honig bei leichtem Sonnenbrand
Honig gilt schon lange als traditionelles Hausmittel. Genau aus diesem Grund wird er auch unterstützend bei Sonnenbrand eingesetzt. Wichtig ist es jedoch, nicht den typischen Honig aus dem Supermarkt zu nutzen, sondern zu medizinischem Honig zu greifen. Das liegt vor allem daran, dass der handelsübliche Honig Keime enthalten könnte, wobei der medizinische Honig keimfrei. Medizinischer Honig dient zur Unterstützung der Wundheilung.
Sonnenbrand bei Kindern – so reagierst Du richtig
Die Haut von Babys duftet, ist weich und so verletzlich. Allein beim Windeln wechseln wird klar, dass es schnell zu Irritationen kommt. Allerdings hilft das Auftragen einer Creme bei Babys auch sehr schnell. Das liegt daran, dass junge Haut wesentlich schneller heilt als ältere Haut. Allerdings ist sie dafür auch weniger in der Lage dazu, sich vor Verletzungen oder Sonneneinstrahlungen zu schützen.
Wichtig: Babys in einem Alter von unter sechs Monaten sollten niemals der Sonne ausgesetzt sein. Mit mehr als sechs Monaten ist es nicht nur wichtig, auf eine hochwertige Sonnencreme zu setzen, sondern zusätzlich eine UV-blockierende Sonnenbrille zu tragen, damit auch die empfindlichen Augen geschützt werden. Zieh daher Dein Baby auch immer ausreichend an, um die sensible Haut vor der Sonne zu schützen.
Solle Dein Kind trotzdem ein Sonnenbrand bekommen, solltest Du wie folgt vorgehen:
- Um die Haut zu kühlen, solltest Du Dein Kind in lauwarmem und klarem Wasser baden. Damit kühlst Du die Haut Deines Kindes und verschaffst Deinem Liebling so etwas Linderung.
- Bei Babys unter einem Jahr sollte der Sonnenbrand immer als Notfall behandelt werden. Bitte melde Dich in diesem Fall dringend bei Deinem Kinderarzt und stell Dein Kind am besten dort vor.
- Bei einem Sonnenbrand bei Kindern ab einem Jahr solltest Du den Kinderarzt anrufen, sobald Dein Kind starke Schmerzen hat, sich Blasen bilden, eine Lethargie auftritt oder es Fieber bekommt (38,3°C).
- Sonnenbrand kann den Körper stark austrocknen. Daher ist es umso wichtiger, dass Du Deinem Kind ausreichend Wasser, Saft oder andere Getränke zum Ausgleich für Körperflüssigkeiten reichst. Wenn Dein Kind nun aber nicht regelmäßig uriniert, solltest Du dringend einen Arzt aufsuchen und keine Zeit verstreichen lassen. Jetzt handelt es sich um einen Notfall!
- Eine leichte Feuchtigkeitslotion kann helfen, der Haut weitere Feuchtigkeit zuzuführen. Dabei sollte die Haut aber nicht eingerieben. Die Lotion wird also nur ganz leicht und vorsichtig aufgetragen.
- Bitte nutze auf keinen Fall Alkohol, um die Haut abzukühlen.
- Das Kind sollte mit Sonnenbrand auf jeden Fall nicht mehr in die Sonne, und zwar so lange, bis dieser komplett abgeheilt ist.
Die Risiken von Sonnenbrand für dich
- Personen, welche im Freien arbeiten oder draußen Sport treiben, haben natürlich auch ein höheres Risiko für mehrfache Sonnenbrände als Menschen, die nicht so viel draußen sind. Dadurch steigt natürlich auch das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
- Besonders bei hellhäutigen Menschen, vor allem auch die mit genetischer Veranlagung, spielt der Sonnenbrand bei der Entstehung eines Melanoms eine deutliche Rolle. Forschungen haben gezeigt, dass die UV-Strahlen, welche Hautschäden hervorrufen, auch ein tumorsupprimierendes Gen verändern könnten.
- Ein Sonnenbrand in der Kindheit ist ebenso nicht zu unterschätzen. So ist das Risiko, im späteren Leben ein Melanom zu entwickeln, mehr als doppelt so hoch.
- Die Hautschäden bauen sich nach und nach auf. Beginnend mit dem ersten Sonnenbrand. Das Hautkrebsrisiko steigt mit jeder Verbrennung weiter an. Des Weiteren gilt es zu beachten, dass auch spätere UV-Schäden weiterhin auftreten können. Selbst dann, wenn es keine offensichtlichen Verbrennungen zu sehen sind.
- Das Risiko, ein Melanom zu entwickeln, ist bereits ab fünf oder mehr Sonnenbränden, mehr als doppelt so hoch.
FAQ Sonnenbrand
Was hilft bei Sonnenbrand am schnellsten?
Bei Sonnenbrand sollten Betroffene direkt aus der Sonne raus. Die Haut lässt sich nun mit Wasser kühlen und durch eine leichte Feuchtigkeitslotion mit zusätzlicher Feuchtigkeit versorgen. Des Weiteren solltest Du auf jeden Fall viel Trinken, um den Verlust von Körperflüssigkeiten auszugleichen. Die kommenden Tage solltest Du die Sonne meiden. Sollte das nicht zu verhindern sein, ist es wichtig, die Haut nicht nur durch Sonnencreme, sondern auch durch Kleidung zu schützen.
Wie lange hält ein Sonnenbrand an?
Die ersten Symptome eines Sonnenbrands treten nach vier bis acht Stunden auf. Schon nach 24 Stunden erreichen die Symptome ihre Hochphase. Je nachdem, wie stark der Sonnenbrand ist, ist er normalerweise innerhalb von drei bis sieben Tagen vorbei. Selten kann es auch bis zu zwei Wochen dauern.
Wird man nach einem Sonnenbrand braun?
Der Mythos, nach einem Sonnenbrand schneller braun zu werden, hält sich in vielen Köpfen wacker. Allerdings bereitet der Sonnenbrand die Haut nicht auf eine Bräunung vor. Ganz im Gegenteil. Sonnenbrand ist eine Verbrennung, durch welche die Haut geschädigt wird. Dass die Haut brauner wirkt, liegt daran, dass sie als eine natürliche Reaktion Melanin erzeugt. Dadurch versucht sich die Haut vor weiteren Sonnenbränden zu schützen. Das verschwindet jedoch wieder, sobald der Sonnenbrand verheilt ist.
Kann man mit Sonnencreme braun werden?
Viele stellen sich die Frage, ob man trotz der Verwendung von Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor trotzdem braun werden kann. Die Antwort lautete Ja, die Sonnencreme gibt keinen vollständigen Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen.
Sonnenbrand behandeln: So unterstützt du die Regeneration deiner Haut
Ein unbeschwerter Tag in der Sonne kann schnell unangenehme Folgen haben: Die Haut spannt, schmerzt, ist gerötet und fühlt sich heiß an. Ein Sonnenbrand entsteht, wenn die Haut mehr UV-Strahlung abbekommt, als sie schützen kann. Die Folge ist eine Entzündungsreaktion, bei der Hautzellen geschädigt werden. Um Beschwerden zu lindern und die Heilung zu fördern, ist die richtige Pflege entscheidend.
Was passiert bei einem Sonnenbrand?
Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut durch UV-Strahlung. Erste Beschwerden treten meist einige Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne auf. Typische Anzeichen sind:
- Hautrötungen
- Brennen und Schmerzen
- Spannungsgefühl
- Juckreiz
- Überwärmung der Haut
- Schwellungen
- Hautschuppung nach einigen Tagen
Je stärker die Schädigung, desto länger benötigt die Haut für ihre Regeneration.
Welche Stufen eines Sonnenbrands gibt es?
Sonnenbrand 1. Grades
Dies ist die häufigste Form.
Typische Symptome:
- Gerötete Haut
- Leichte Schmerzen
- Spannungsgefühl
- Empfindlichkeit bei Berührung
- Leichte Schwellungen
Die Haut heilt meist innerhalb weniger Tage ab.
Sonnenbrand 2. Grades
Hier sind bereits tiefere Hautschichten betroffen.
Merkmale:
- Starke Rötung
- Deutliche Schmerzen
- Blasenbildung
- Nässende Hautstellen
- Größere Schwellungen
Die Heilung dauert häufig ein bis zwei Wochen.
Sonnenbrand 3. Grades
Ein sehr schwerer Sonnenbrand ist selten, aber medizinisch ernst zu nehmen.
Mögliche Anzeichen:
- Zerstörung tiefer Hautschichten
- Hautablösungen
- Offene Wunden
- Narbenbildung
In diesem Fall ist immer eine ärztliche Behandlung erforderlich.
Was hilft sofort bei Sonnenbrand?
1. Raus aus der Sonne
Vermeide jede weitere UV-Belastung. Auch an bewölkten Tagen sollte die betroffene Haut bis zur vollständigen Heilung geschützt werden.
2. Haut kühlen
Kühle Duschen oder feuchte Umschläge können angenehm sein und die Entzündungsreaktion lindern.
Wichtig:
- Kein Eis direkt auf die Haut legen.
- Keine eiskalten Kühlpacks verwenden.
- Kühlung nur angenehm kühl, nicht eisig.
3. Viel trinken
Ein Sonnenbrand kann den Flüssigkeitshaushalt belasten. Ausreichendes Trinken unterstützt die Regeneration und hilft dem Körper, die Entzündung besser zu verarbeiten.
Welche Pflege ist bei Sonnenbrand empfehlenswert?
Lotion, Gel oder Spray statt Fettsalbe
Direkt nach einem Sonnenbrand eignen sich vor allem leichte, feuchtigkeitsspendende Produkte.
Besonders angenehm sind:
- After-Sun-Lotionen
- Feuchtigkeitssprays
- Kühlende Gele
- Leichte Lotionen
Produkte mit hohem Wasseranteil versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und wirken oft angenehm kühlend.
Sollte man Fettsalben verwenden?
In der akuten Phase sind stark fettende Salben meist keine gute Wahl. Sie können einen Film auf der Haut bilden und die Wärmeabgabe erschweren. Dadurch kann das Hitzegefühl sogar verstärkt werden.
Erst wenn die Haut nicht mehr stark gerötet und überhitzt ist, können reichhaltigere Pflegeprodukte bei trockenen Hautstellen sinnvoll sein.
Welche Inhaltsstoffe sind bei Sonnenbrand sinnvoll?
Aloe Vera
Aloe Vera zählt zu den beliebtesten Inhaltsstoffen bei Sonnenbrand.
Vorteile:
- Kühlender Effekt
- Hoher Feuchtigkeitsgehalt
- Beruhigt gereizte Haut
- Unterstützt die Hautpflege während der Regeneration
Besonders angenehm sind Aloe-Vera-Gele oder leichte Lotionen.
Panthenol (Dexpanthenol)
Panthenol gehört zu den klassischen Wirkstoffen bei gereizter und beanspruchter Haut.
Eigenschaften:
- Unterstützt die Regeneration der Hautbarriere
- Spendet Feuchtigkeit
- Beruhigt gereizte Haut
- Fördert ein angenehmes Hautgefühl
Panthenol findet sich häufig in Sprays, Lotionen und After-Sun-Produkten.
Weitere pflegende Inhaltsstoffe
Ebenfalls beliebt sind:
- Glycerin
- Hyaluronsäure
- Allantoin
- Calendula-Extrakt
- Feuchtigkeitskomplexe
Sie unterstützen die Haut dabei, Feuchtigkeit zu speichern und Trockenheit zu reduzieren.
Was tun bei Bläschen?
Blasen sind ein Zeichen für einen stärkeren Sonnenbrand.
Wichtig:
- Blasen nicht aufstechen.
- Nicht an der Haut ziehen oder kratzen.
- Die Haut sauber halten.
- Reibung durch enge Kleidung vermeiden.
Die Blase schützt die darunterliegende Haut während des Heilungsprozesses. Wird sie geöffnet, steigt das Risiko für Infektionen.
Bei großflächigen Blasen oder starken Schmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Was hilft bei Schwellungen?
Schwellungen entstehen durch die Entzündungsreaktion der Haut.
Folgende Maßnahmen können helfen:
- Kühlende Umschläge
- Feuchtigkeitsspendende Pflege
- Hochlagern betroffener Körperregionen
- Ausreichend trinken
- Körperliche Schonung
Zusätzlich sollte auf intensive Sonnenexposition verzichtet werden, bis die Schwellung vollständig abgeklungen ist.
Wie schnell regeneriert sich die Haut?
Die Regenerationszeit hängt vom Ausmaß des Sonnenbrands ab.
- Leichter Sonnenbrand: 3 bis 7 Tage
- Mittelschwerer Sonnenbrand mit Schuppung: 1 bis 2 Wochen
- Sonnenbrand mit Blasenbildung: Mehrere Wochen möglich
Die Hautschälung beginnt häufig nach drei bis fünf Tagen. Während dieser Phase erneuert die Haut ihre geschädigten Zellen.
Wann sollte man mit Sonnenbrand zum Arzt?
Eine medizinische Abklärung ist sinnvoll bei:
- Großen Hautflächen mit Sonnenbrand
- Starker Blasenbildung
- Ausgeprägten Schwellungen
- Sehr starken Schmerzen
- Fieber
- Übelkeit oder Erbrechen
- Schwindel oder Kreislaufproblemen
- Kopfschmerzen
- Sonnenbrand bei Babys und Kleinkindern
- Anzeichen einer Infektion
Je früher schwere Verläufe behandelt werden, desto besser lassen sich Komplikationen vermeiden.
Weitere Tipps bei Sonnenbrand
- Trage lockere und atmungsaktive Kleidung.
- Vermeide Reibung auf den betroffenen Hautstellen.
- Dusche lieber lauwarm statt heiß.
- Verzichte vorübergehend auf Peelings und intensive Hautbehandlungen.
- Schütze die Haut konsequent vor weiterer UV-Strahlung.
- Gönne deinem Körper ausreichend Ruhe.
Fazit
Bei einem Sonnenbrand stehen Kühlung, Feuchtigkeit und Schutz der Haut im Vordergrund. Besonders bewährt haben sich leichte Lotionen, Gele oder Sprays mit Aloe Vera und Panthenol. Fettreiche Salben sind unmittelbar nach dem Sonnenbrand meist weniger geeignet. Treten Blasen, starke Schwellungen oder Allgemeinsymptome wie Fieber und Kreislaufbeschwerden auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Mit der richtigen Pflege kann sich die Haut in den meisten Fällen innerhalb weniger Tage bis Wochen vollständig regenerieren.
voraussichtlich verfügbar in 1-2 Wochen
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