Vaginalpilz (8 Produkte)
Was ist Vaginalpilz (Scheidenpilz)?
Vaginalpilz ist eine Infektion der Scheide durch Pilze, meist Hefepilze. Die medizinische Fachsprache verwendet Begriffe wie Vaginalmykose, Soorvaginitis oder Soorkolpitis. Da häufig auch die Vulva (äußerer Genitalbereich) betroffen ist, wird medizinisch korrekt von einer Vulvovaginalcandidose (VVC) gesprochen. Das Krankheitsbild zählt zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen und betrifft statistisch gesehen drei von vier Frauen mindestens einmal in ihrem Leben.
Der Hefepilz Candida albicans ist in etwa 90% der Fälle für Vaginalpilz verantwortlich. Weitere Candida-Arten treten seltener als Erreger auf:
- Candida glabrata
- Candida krusei
- Candida tropicalis
- Candida guilliermondii
- Candida kefyr
- Candida parapsilosis
Diese Mikroorganismen gehören bei vielen Menschen zur natürlichen Darmflora und bei Frauen auch zur Vaginalflora. Hefepilze sind in geringen Mengen ein normaler Bestandteil der Scheidenflora, insbesondere wenn die Scheide unter Östrogeneinfluss steht. Etwa jede fünfte Frau im gebärfähigen Alter ist in der Scheide von Hefepilzen besiedelt, bei Schwangeren sogar jede dritte Frau. Mädchen vor der Pubertät und Frauen nach den Wechseljahren sind hingegen seltener betroffen, da das Scheidenmilieu für die Pilze hier ungünstiger ist.
Das warme, feuchte Milieu der Scheide bietet Hefepilzen grundsätzlich gute Lebensbedingungen. Ihre bloße Anwesenheit führt jedoch nicht zwangsläufig zu Beschwerden. Problematisch wird es erst, wenn sich die Pilze übermäßig vermehren.
Die Besiedelung der Scheide erfolgt meist über Schmierinfektionen aus dem Darm oder der Mundhöhle. Wichtig: Vaginalpilz ist keine sexuell übertragbare Erkrankung. Verschiedene Faktoren können das Auftreten eines Scheidenpilzes begünstigen. Dazu zählen hormonelle Veränderungen zum Beispiel während der Menopause, Schwangerschaft, die Einnahme von Antibiotika oder anderen Medikamenten, übertriebene Intimhygiene, Stress sowie Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder ein geschwächtes Immunsystem.
Die Formen der Vaginalkandidose
Nach der Häufigkeit des Auftretens werden verschiedene Formen unterschieden. Die akute Vaginalkandidose tritt einmalig auf. Bei der persistierenden Form bestehen trotz Behandlung weiterhin Symptome. Von einer rezidivierenden Vaginalkandidose wird bei erneutem Auftreten nach erfolgreicher Behandlung gesprochen, während die chronisch-rezidivierende Form mindestens viermal jährlich nach jeweils erfolgreicher Behandlung wiederkehrt.
Typische Anzeichen einer Vaginalmykose sind weißlicher, teilweise krümeliger Ausfluss, der beim Zerreiben auffällig bröckelt und weitgehend geruchsneutral ist. Dazu kommen Juckreiz und Brennen im Bereich der Vulva und Vagina sowie häufig Rötungen und nicht abwischbare weiße Beläge auf der Vaginalschleimhaut, die sogenannten Soorbeläge.
Die Behandlung von Vaginalpilz erfolgt mit Antimykotika, also Anti-Pilzmitteln, und ist in der Regel erfolgreich. Diese werden meist lokal in Form von Cremes, Zäpfchen oder in schwereren Fällen auch als Tabletten angewendet. Aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome mit anderen Erkrankungen wie bakteriellen Infektionen ist jedoch vor einer Selbstbehandlung eine ärztliche Abklärung empfehlenswert.
Wie erkennt man einen Scheidenpilz?
Juckreiz ist das erste Anzeichen einer Scheidenpilzinfektion und tritt häufig bereits auf, bevor andere Symptome sichtbar werden. Der Juckreiz konzentriert sich vorwiegend auf die Scheide und den Scheideneingang (Vulva) und kann von starkem Brennen begleitet sein.
Stellst du eines oder mehrere der folgenden Symptome bei dir fest, kann eine Vaginalpilzinfektion vorliegen:
- Starker Juckreiz in der Scheide und im Bereich der Schamlippen
- Brennendes Gefühl im Genitalbereich
- Rötungen und Schwellungen der Schleimhaut und Schamlippen
- Weißlich-gelblicher Ausfluss mit bröckeliger, quarkähnlicher Konsistenz
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Schmerzen beim Wasserlassen
Bei einer Vaginalpilzinfektion zeigt sich typischerweise eine gerötete Scheidenschleimhaut mit weißlichen Belägen. Diese grauweißen, rasenartigen Beläge können sich vom Scheideneingang über die gesamte Vaginalwand bis zum Gebärmutterhals erstrecken. Besonders charakteristisch ist der Ausfluss. Dieser kann anfangs noch etwas flüssig sein, nimmt im Verlauf jedoch oft eine körnige, an Hüttenkäse erinnernde Konsistenz an.
Die Erkrankung entwickelt sich in Stadien. Bei fortgeschrittener Infektion dehnt sich die Entzündung häufig auf die äußeren Geschlechtsorgane aus. Die Schamlippen erscheinen dann rot und angeschwollen. In manchen Fällen bilden sich zudem Hautrisse am Scheideneingang, Pusteln oder kleine Bläschen. Bei schweren Verläufen kann der weiße Belag die gesamte Vulva bedecken. Hautreizungen können sich bis zur Innenseite der Oberschenkel ausbreiten.
Nicht alle Frauen mit einem Scheidenpilz weisen sämtliche Symptome auf. Eine Pilzinfektion kann manchmal gänzlich ohne Beschwerden verlaufen. Wichtig zu wissen ist, dass nur etwa ein Drittel der Frauen, die sich aufgrund typischer Beschwerden selbst behandeln, tatsächlich einen Scheidenpilz haben. Ähnliche Symptome können auch durch andere Ursachen hervorgerufen werden, wie bakterielle Infektionen, Allergien oder Hauterkrankungen.
Die Diagnose beim Arzt
Die sichere Diagnose eines Scheidenpilzes sollte daher durch eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt erfolgen.
Für die Selbstdiagnose gibt es mittlerweile Schnelltests im Handel, die Antigene von Candida im Urin nachweisen können. Diese Tests können hilfreich sein, ersetzen jedoch nicht die ärztliche Untersuchung.
Wichtig: Bei erstmaligem Auftreten der Symptome oder in der Schwangerschaft sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.
Unterscheidung zu anderen Erkrankungen
Die Unterscheidung zu anderen Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ist entscheidend. Ausfluss, der übel riecht, kann eher auf eine bakterielle Infektion hindeuten. Ein normaler weißlicher Ausfluss zu Beginn der Pubertät zeigt hingegen lediglich die einsetzende Hormontätigkeit an.
Die häufigsten Ursachen für Vaginalpilz
Vaginalpilz entwickelt sich durch eine Störung des biologischen Gleichgewichts der Vaginalflora. Der Hefepilz Candida albicans, der in etwa 90% der Fälle für Vaginalpilz verantwortlich ist, gehört in geringen Mengen zur natürlichen Flora der Scheide. Erst wenn dieses empfindliche Gleichgewicht gestört wird, vermehren sich die Pilze übermäßig und lösen Beschwerden aus. Mehrere Faktoren können dieses Ungleichgewicht begünstigen.
Hormonelle Veränderungen als Hauptauslöser
Hormonelle Schwankungen beeinflussen maßgeblich das Scheidenmilieu und können dadurch das Pilzwachstum fördern. Der weibliche Körper durchläuft verschiedene hormonelle Phasen, die das Risiko für Vaginalpilz erhöhen:
- Schwangerschaft: Aufgrund des erhöhten Östrogenspiegels sind über 30% der unbehandelten schwangeren Frauen in der Scheide mit Hefepilzen besiedelt
- Menstruation: Kurz vor der Regelblutung steigt der Östrogenspiegel an, was die Vaginalflora verändert und anfälliger für Pilze macht
- Wechseljahre: Das sinkende Östrogen führt zu dünneren Schleimhäuten und einem veränderten pH-Wert
- Hormonelle Verhütungsmittel: Östrogenhaltige Präparate können zu vermehrter Glykogeneinlagerung führen, welche das Wachstum von Hefepilzen begünstigt
Östrogen bewirkt die Einlagerung von Glykogen in die Schleimhaut der Vagina. Glykogen ist eine Speicherform des Zuckers Glukose und dient einerseits den schützenden Milchsäurebakterien als Nahrung, andererseits jedoch auch den Hefepilzen. Bei erhöhtem Östrogenspiegel kann zu viel Glykogen gebildet werden, wovon insbesondere die Pilze profitieren.
Die Problematik mit Antibiotika und anderen Medikamenten
Die Einnahme von Antibiotika gilt als eine häufige Ursache für Vaginalpilz. Antibiotika können nicht zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien unterscheiden und töten daher auch die schützenden Milchsäurebakterien in der Scheide ab. Diese Laktobazillen sind entscheidend für die Aufrechterhaltung eines sauren Scheidenmilieus, das Pilzwachstum normalerweise hemmen kann.
Besonders problematisch sind Breitband-Antibiotika wie Penicillin, Ampicillin, Amoxicillin, Tetracycline und Cefalosporine. Je länger die Antibiotika-Behandlung dauert, desto höher ist das Risiko für eine Pilzinfektion.
Neben Antibiotika können auch andere Medikamente das Risiko erhöhen:
- Kortisonpräparate (Immunsuppressiva)
- Chemotherapeutika bei Krebsbehandlungen
- Bestimmte Antidiabetika
Übertriebene Intimhygiene - ein weit verbreiteter Irrtum
Entgegen der verbreiteten Annahme hat Vaginalpilz nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Im Gegenteil: Übertriebene Intimhygiene kann das natürliche Gleichgewicht der Scheidenflora empfindlich stören. Regelmäßige Reinigung mit parfümierten Duschgels oder Seifen vermindert den Säuregrad der Scheide und ermöglicht dadurch die Besiedlung mit Krankheitserregern.
Die Vagina ist ein sich selbst reinigendes Organ, das ohne zusätzliche Hilfsmittel funktioniert. Die folgenden Punkte sind daher bei der Intimhygiene zu beachten:
- Nur den äußeren Intimbereich waschen, vorzugsweise mit warmem Wasser
- Bei Verwendung von Reinigungsmitteln nur spezielle Intimwaschlotion mit niedrigem pH-Wert unter 5 nutzen
- Keine Scheidenspülungen durchführen, besonders nicht mit Essig
- Nach dem Toilettengang von vorn nach hinten abwischen, um eine Schmierinfektion mit Darmbakterien zu vermeiden
Geschwächtes Immunsystem und weitere Risikofaktoren
Ein intaktes Immunsystem hält die Hefepilze normalerweise in Schach. Bei einer Schwächung der Abwehrkräfte können sich die Pilze jedoch ungehindert vermehren. Verschiedene Faktoren können das Immunsystem beeinträchtigen:
- Chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus
- HIV-Infektion oder AIDS
- Schilddrüsenfunktionsstörungen
- Langwierige Infekte
- Stress
Bei Diabetes mellitus ist das Risiko für Scheidenpilz besonders erhöht, da der erhöhte Blutzuckerspiegel das Pilzwachstum fördert. Durch den erhöhten Glukosegehalt im Vaginalgewebe werden die Hefepilze zusätzlich genährt, während gleichzeitig die natürliche Abwehr der Scheide geschwächt ist.
Bemerkenswert ist, dass etwa 80 Prozent der Abwehrzellen im Darm-Mikrobiom angesiedelt sind. Ein gestörtes Gleichgewicht der Darmflora kann daher ebenfalls zu einem geschwächten Immunsystem führen und indirekt Vaginalpilz begünstigen.
Behandlung von Scheidenpilz
Die Behandlung eines Scheidenpilzes erfolgt mit Antimykotika, die gezielt gegen die Pilzerreger wirken. Diese Medikamente hemmen das Wachstum der Hefepilze und beseitigen die Infektion. Die Therapie ist in der Regel sehr erfolgreich und bringt schnell Linderung der Beschwerden.
Lokale Behandlung mit Antimykotika
Antimykotika bilden die Grundlage der Scheidenpilz-Therapie. Die wirksamste Behandlung erfolgt durch lokale Anwendung direkt in der Scheide. Hierfür stehen Cremes, Vaginalzäpfchen oder Vaginaltabletten zur Verfügung. Bei leichten bis mittelschweren Infektionen reicht diese örtliche Behandlung meist aus.
Besonders effektiv ist die kombinierte Anwendung: Vaginaltabletten oder Zäpfchen werden abends tief in die Scheide eingeführt, während gleichzeitig eine antimykotische Creme auf den äußeren Intimbereich aufgetragen wird. Diese Kombination bekämpft die Pilzinfektion sowohl innerhalb der Vagina als auch im Bereich der Schamlippen.
Bewährte Wirkstoffe gegen Hefepilze
Die wichtigsten Wirkstoffe gegen Scheidenpilz sind:
- Clotrimazol: Gilt als besonders wirksam aufgrund seiner breiten Wirksamkeit gegen verschiedene Candida-Arten
- Nystatin: Wirkt gezielt gegen Hefepilze der Candida-Gruppe
Clotrimazol hat sich durch sein breites Wirkungsspektrum besonders bewährt. Der Wirkstoff greift direkt in die Zellmembran der Pilze ein und verhindert deren Vermehrung.
Behandlungsdauer und korrekte Anwendung
Die Therapiedauer hängt vom gewählten Präparat und der Schwere der Infektion ab. Normalerweise dauert eine Behandlung zwischen einem und sechs Tagen. Bei einer ersten Infektion bessern sich die Beschwerden oft bereits nach drei bis vier Tagen deutlich. Manche Präparate wirken nach einmaliger Anwendung mehrere Tage lang.
Wichtig: Die Behandlung muss vollständig durchgeführt werden, auch wenn die Symptome bereits verschwunden sind. Brichst du die Therapie vorzeitig ab, riskierst du, dass die Pilzinfektion chronisch wird oder erneut auftritt. Die genaue Anwendungsdauer findest du in der Packungsbeilage des jeweiligen Präparats.
KadeFungin 3 ist eine Kombipackung bei Scheidenpilzinfektionen mit Vaginaltabletten und einer Creme. Die Vaginaltabletten werden an drei aufeinanderfolgenden Tagen, einmal täglich vor dem Schlafengehen mit dem Applikator in die Scheide eingeführt. Die Creme wird dreimal täglich auf die äußeren Schamlippen und den Bereich zwischen Scheideneingang und After aufgetragen. Beides enthält den bewährten Wirkstoff Clotrimazol.
Biofanal Kombipackung ist ein spezifisch gegen Hefepilze wirkendes Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen der Scheide und des äußeren Genitalbereiches. Die Kombipackung enthält Vaginaltabletten und Salbe mit dem Wirkstoff Nystatin. Biofanal Kombipackung kann optional zur 3-Tage-Kurztherapie oder 6-Tage-Therapie verwendet werden. Hierbei werden drei Tage in Folge je zwei Vaginaltabletten oder es wird sechs Tage in Folge je eine Vaginaltablette abends vor dem Schlafengehen tief in die Scheide eingeführt. Zusätzlich wird die Salbe zweimal täglich nicht zu dünn im Genitalbereich aufgetragen.
Systemische Behandlung mit Tabletten
Hilft die lokale Therapie nicht ausreichend, kann der Arzt Tabletten zum Einnehmen verschreiben. Diese systemische Behandlung kommt zum Einsatz bei:
- Schweren oder hartnäckigen Infektionen
- Wiederkehrenden Pilzinfektionen
- Unzureichender Wirkung der lokalen Behandlung
Die orale Einnahme erfolgt häufig als Einzeldosis. In schweren Fällen kann eine mehrtägige Einnahme notwendig werden. Tabletten zum Einnehmen können jedoch mehr Nebenwirkungen verursachen als die lokale Anwendung.
Mitbehandlung des Partners
Ob der Partner mit behandelt werden muss, hängt von der jeweiligen Situation ab. Grundsätzlich können Pilzinfektionen übertragen werden. Eine Mitbehandlung ist daher sinnvoll, wenn:
- Der Partner ebenfalls Symptome zeigt
- Trotz erfolgreicher Behandlung immer wieder Neuinfektionen auftreten
- Ein sogenannter Ping-Pong-Effekt verhindert werden soll
Während Frauen meist Vaginaltabletten in Kombination mit Creme verwenden, reicht für Männer normalerweise eine äußerliche Behandlung mit antimykotischer Creme aus. Diese wird mehrmals täglich auf Eichel und Penisschaft aufgetragen. Die Behandlung dauert etwa drei bis fünf Tage.
Vaginalpilz vorbeugen und unterstützende Maßnahmen
Richtige Wäschehygiene
Die korrekte Behandlung deiner Wäsche spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung. Unterwäsche, Handtücher und Waschlappen solltest du bei mindestens 60 °C waschen, um Pilzerreger sicher abzutöten. Verträgt das Material keine hohen Temperaturen, kannst du einen Hygienespüler verwenden.
Achte bei der Auswahl des Waschmittels darauf, dass es möglichst wenig Duftstoffe enthält. Diese können Hautreizungen im empfindlichen Intimbereich auslösen. Bleichehaltige Waschmittel sind hingegen hilfreich, da sie Pilze effektiv bekämpfen. Nach dem Waschgang ist gründliches Spülen wichtig, damit keine Waschmittelrückstände in der Wäsche zurückbleiben.
Während einer akuten Pilzinfektion solltest du die Unterwäsche täglich wechseln, um eine Wiederansteckung zu vermeiden.
Ernährung und Zuckerkonsum
Der Einfluss der Ernährung auf Vaginalpilz wird unterschiedlich bewertet. Hefepilze wie Candida albicans ernähren sich tatsächlich von Zucker. Leidest du wiederholt unter Scheidenpilz, kann eine Reduzierung des Zuckerkonsums das Erkrankungsrisiko vermindern. Eine zuckerreiche Ernährung fördert das Pilzwachstum im Darm, von wo aus die Erreger zur Scheide gelangen können.
Die wissenschaftliche Beweislage für eine strikte zuckerarme Diät bei akutem Scheidenpilz ist jedoch nicht eindeutig. Die sogenannte Anti-Scheidenpilz-Diät oder Candida-Diät gilt in der Wissenschaft inzwischen als überholt. Eine solche strikte Ernährung schadet dem Pilz nicht zwangsläufig, da er sich auf Fette und Eiweiß umstellen kann.
Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Kost wird empfohlen und kann eine medikamentöse Therapie sinnvoll ergänzen. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte können bei der Entfernung des Pilzes aus dem Körper helfen.
Intimhygiene richtig durchführen
Übertriebene Intimhygiene kann das natürliche Gleichgewicht der Scheidenflora empfindlich stören. Die Vagina ist ein sich selbst reinigendes Organ, das ohne zusätzliche Hilfsmittel auskommt.
Beachte daher folgende Punkte:
- Wasche nur den äußeren Intimbereich – vorzugsweise mit warmem Wasser
- Reinige den Intimbereich nicht mehr als zweimal täglich
- Verwende bei Bedarf nur spezielle Intimwaschlotion mit niedrigem pH-Wert unter 5
- Führe keine Scheidenspülungen durch
- Wische nach dem Toilettengang von vorn nach hinten ab
Duschgels und parfümierte Produkte können die Schleimhäute reizen und das Scheidenmilieu verändern. Dusche niemals mit dem Duschkopf direkt in die Scheide hinein, da dies den natürlichen Schutzwall zerstören kann.
Kleidung und Materialien
Da Pilze eine feucht-warme Umgebung für ihr Wachstum bevorzugen, ist atmungsaktive Unterwäsche besonders wichtig. Baumwolle oder Microfaser sind ideale Materialien, da sie luftdurchlässig sind und Feuchtigkeit abtransportieren. Synthetikfasern fördern hingegen das Schwitzen und schaffen ein günstiges Klima für Pilzwachstum.
Verzichte auf zu enge Kleidung, da diese zu Scheuern und Reizungen führen kann. Nasses Badezeug und verschwitzte Unterwäsche solltest du schnellstmöglich wechseln, um einen Stau von Wärme und Feuchtigkeit zu vermeiden. Auch Slipeinlagen sollten luftdurchlässig und unparfümiert sein.
Wechsle bei sportlichen Aktivitäten die verschwitzten Sachen direkt nach dem Sport. Intimpiercings können Pilzinfektionen begünstigen, da sich Bakterien daran festsetzen können und der Schmuck am Intimbereich reibt.
FAQs
Q1. Kann Stress Scheidenpilz verursachen?
Ja, anhaltender Stress kann das Immunsystem schwächen und dadurch die Anfälligkeit für Scheidenpilzinfektionen erhöhen. In stressigen Zeiten sinkt die Zahl der Immunzellen im Blut und die natürlichen Abwehrkräfte sind weniger aktiv.
Q2. Ist übertriebene Intimhygiene schädlich?
Tatsächlich kann zu viel Hygiene im Intimbereich kontraproduktiv sein. Übertriebene Reinigung kann die natürliche Schutzbarriere der Scheide stören und das Risiko für Pilzinfektionen erhöhen. Eine sanfte Reinigung mit Wasser ist in der Regel ausreichend.
Q3. Wie gelangen Pilze in den Körper?
Pilze verbreiten sich durch mikroskopisch kleine Sporen, die in der Luft und im Boden vorkommen. Diese können eingeatmet werden oder mit der Haut in Kontakt kommen. Bei Scheidenpilz erfolgt die Besiedlung oft durch Schmierinfektionen aus dem Darm oder der Mundhöhle.
Q4. Welchen Einfluss haben Hormone auf Scheidenpilz?
Hormone, insbesondere Östrogen, können das Risiko für Scheidenpilz beeinflussen. Hormonelle Verhütungsmittel, Hormonersatztherapien und Schwangerschaft können aufgrund erhöhter Östrogenspiegel das Auftreten von Vaginalmykosen begünstigen.
Q5. Sind Hausmittel wie Joghurt oder Knoblauch wirksam gegen Scheidenpilz?
Nein, Hausmittel wie Joghurt oder Knoblauch sind zur Behandlung von Scheidenpilz nicht geeignet. Sie können sogar schädlich sein, indem sie die Scheidenflora stören oder die bereits gereizte Schleimhaut zusätzlich reizen. Eine medizinische Behandlung mit Antimykotika ist die empfohlene Therapie.
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