Verhütung (8 Produkte)
Verhütung – finde die passende Methode für dein Leben
Die Wahl der richtigen Verhütungsmethode ist eine ganz persönliche Entscheidung. Ob hormonell oder hormonfrei, kurzfristig oder langfristig – welche Methode am besten zu dir passt, hängt von deiner Lebenssituation, deinem Gesundheitszustand und deiner Familienplanung ab. Vielleicht möchtest du aktuell keine Kinder bekommen, suchst nach einer unkomplizierten Lösung oder legst besonderen Wert auf einen hormonfreien Schutz. Die gute Nachricht: Heute gibt es viele Möglichkeiten, eine ungewollte Schwangerschaft zuverlässig zu verhindern.
In dieser Themenwelt erfährst du, welche Verhütungsmethoden es gibt, wie sie funktionieren und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen. Außerdem erhältst du hilfreiche Informationen zur Notfallverhütung sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Wichtiger Hinweis: Keine Verhütungsmethode schützt zu 100 Prozent vor einer Schwangerschaft. Wie sicher eine Methode ist, hängt auch davon ab, wie korrekt sie angewendet wird. Vor sexuell übertragbaren Infektionen schützen ausschließlich Kondome und Femidome.
Was bedeutet Verhütung?
Unter Verhütung versteht man alle Maßnahmen, die eine Schwangerschaft verhindern sollen. Je nach Methode wird der Eisprung unterdrückt, die Befruchtung verhindert oder der Weg der Spermien zur Eizelle erschwert.
Welche Verhütungsmethode für dich geeignet ist, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- deinem Alter
- deinem Gesundheitszustand
- deiner Familienplanung
- deinem Lebensstil
- deinem Wunsch nach hormoneller oder hormonfreier Verhütung
- der gewünschten Sicherheit
Eine Frauenärztin oder ein Frauenarzt kann dich dabei unterstützen, die passende Methode auszuwählen.
Hormonelle Verhütung
Hormonelle Verhütungsmittel gehören zu den sichersten Methoden der Empfängnisverhütung. Sie enthalten Hormone, die den natürlichen Zyklus beeinflussen und meist den Eisprung verhindern.
Antibabypille
Die Antibabypille zählt zu den bekanntesten Verhütungsmitteln. Sie wird täglich eingenommen und bietet bei korrekter Anwendung eine sehr hohe Sicherheit.
Es gibt zwei Varianten:
- Kombinationspille mit Östrogen und Gestagen
- Minipille mit Gestagen
Vorteile der Pille
- hohe Sicherheit bei korrekter Einnahme
- regelmäßiger Menstruationszyklus
- häufig schwächere Monatsblutungen
- Menstruationsbeschwerden können gelindert werden
- kann sich positiv auf Hautunreinheiten auswirken
Nachteile der Pille
- tägliche Einnahme notwendig
- Wirkung kann durch Erbrechen oder Durchfall beeinträchtigt werden
- bestimmte Medikamente können die Wirksamkeit verringern
- nicht für jede Frau geeignet
Da die Pille verschreibungspflichtig ist, solltest du dich ärztlich beraten lassen.
Vaginalring
Der Vaginalring ist ein flexibler Kunststoffring, den du selbst in die Scheide einführst. Er bleibt drei Wochen liegen und gibt kontinuierlich Hormone ab. Anschließend folgt eine einwöchige Pause, bevor ein neuer Ring eingesetzt wird.
Vorteile
- kein tägliches Denken an die Verhütung
- gleichmäßige Hormonabgabe
- einfache Anwendung
Verhütungspflaster
Das Verhütungspflaster wird auf die Haut geklebt und einmal pro Woche gewechselt. Die enthaltenen Hormone gelangen über die Haut in den Körper.
Diese Methode eignet sich besonders, wenn du nicht täglich an eine Tablette denken möchtest.
Dreimonatsspritze
Die Dreimonatsspritze enthält ein Gestagen und wird etwa alle zwölf Wochen in einer Arztpraxis verabreicht.
Sie eignet sich vor allem für Frauen, die eine langfristige hormonelle Verhütung wünschen und keine tägliche Anwendung möchten.
Verhütungsimplantat
Das Hormonimplantat ist ein kleiner Kunststoffstab, der unter die Haut des Oberarms eingesetzt wird. Es schützt bis zu drei Jahre vor einer Schwangerschaft.
Vorteile
- sehr hohe Sicherheit
- langfristige Wirkung
- keine tägliche Einnahme notwendig
Hormonspirale
Die Hormonspirale wird von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt und gibt dort kontinuierlich Gestagen ab.
Je nach Modell schützt sie drei bis acht Jahre vor einer Schwangerschaft.
Viele Anwenderinnen berichten von einer schwächeren oder sogar ausbleibenden Monatsblutung.
Hormonfreie Verhütung
Nicht jede Frau möchte Hormone anwenden. Für viele Menschen sind hormonfreie Verhütungsmethoden eine gute Alternative.
Kondome
Das Kondom zählt weltweit zu den beliebtesten Verhütungsmitteln.
Es verhindert, dass Spermien in die Scheide gelangen, und bietet gleichzeitig Schutz vor vielen sexuell übertragbaren Infektionen.
Vorteile
- hormonfrei
- rezeptfrei erhältlich
- sofort einsatzbereit
- Schutz vor vielen sexuell übertragbaren Krankheiten
Achte darauf, Kondome kühl und trocken zu lagern und das Haltbarkeitsdatum zu beachten.
Femidom
Das Femidom, auch Frauenkondom genannt, wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt.
Es schützt ebenfalls vor vielen sexuell übertragbaren Infektionen und ist eine hormonfreie Alternative zum klassischen Kondom.
Diaphragma
Das Diaphragma ist eine flexible Silikonkappe, die vor dem Geschlechtsverkehr vor den Muttermund gesetzt wird.
Für eine höhere Sicherheit wird zusätzlich ein Verhütungsgel verwendet.
Kupferspirale
Die Kupferspirale gehört zu den sichersten hormonfreien Verhütungsmethoden.
Sie wird in die Gebärmutter eingesetzt und kann je nach Modell mehrere Jahre dort verbleiben.
Kupferionen beeinträchtigen die Beweglichkeit der Spermien und verhindern so die Befruchtung.
Vorteile
- langfristiger Schutz
- hormonfrei
- keine tägliche Anwendung
Kupferkette und Kupferball
Kupferkette und Kupferball funktionieren ähnlich wie die Kupferspirale.
Sie bieten ebenfalls eine langfristige hormonfreie Verhütung und eignen sich für viele Frauen als Alternative zur klassischen Spirale.
Natürliche Familienplanung
Die natürliche Familienplanung (NFP) basiert auf der Beobachtung deines Zyklus.
Dabei werden verschiedene Körperzeichen ausgewertet, zum Beispiel:
- Basaltemperatur
- Zervixschleim
- Zeitpunkt des Eisprungs
- Zykluslänge
Diese Methode erfordert eine sorgfältige Dokumentation und etwas Übung. Bei korrekter Anwendung kann sie eine sinnvolle Alternative für Paare sein, die bewusst hormonfrei verhüten möchten.
Dauerhafte Verhütung
Wenn deine Familienplanung abgeschlossen ist, kann eine dauerhafte Verhütung infrage kommen.
Sterilisation der Frau
Bei diesem operativen Eingriff werden die Eileiter verschlossen oder durchtrennt.
Eine spätere Schwangerschaft ist dann in der Regel nicht mehr möglich.
Vasektomie beim Mann
Bei einer Vasektomie werden die Samenleiter durchtrennt.
Der Eingriff gilt als sehr sicher und vergleichsweise schonend.
Notfallverhütung
Manchmal läuft trotz Verhütung nicht alles nach Plan. Ein Kondom kann reißen, die Pille kann vergessen werden oder es kommt zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr.
In solchen Fällen gibt es Möglichkeiten der Notfallverhütung.
Die Pille danach
Die Pille danach kann den Eisprung verzögern oder verhindern und dadurch eine Schwangerschaft verhindern.
Sie wirkt am besten, wenn du sie möglichst früh nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr einnimmst.
Je nach Wirkstoff kann sie innerhalb von bis zu drei beziehungsweise fünf Tagen angewendet werden.
Sie beendet keine bereits bestehende Schwangerschaft.
Kupferspirale als Notfallverhütung
Auch eine Kupferspirale kann nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden und zählt zu den sichersten Methoden der Notfallverhütung.
Welche Verhütungsmethode passt zu dir?
Die ideale Verhütungsmethode gibt es nicht. Jeder Mensch hat unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse.
Folgende Fragen können dir bei der Entscheidung helfen:
- Möchtest du hormonell oder hormonfrei verhüten?
- Wünschst du dir später Kinder?
- Möchtest du täglich an deine Verhütung denken?
- Ist dir ein Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen wichtig?
- Hast du gesundheitliche Vorerkrankungen?
Eine individuelle ärztliche Beratung hilft dir dabei, die passende Methode zu finden.
Verhütung in verschiedenen Lebensphasen
Verhütung für Jugendliche
Gerade zu Beginn der sexuellen Aktivität spielen Kondome eine wichtige Rolle. Sie schützen nicht nur vor einer Schwangerschaft, sondern auch vor vielen sexuell übertragbaren Infektionen.
Je nach Situation kann zusätzlich eine hormonelle Verhütung sinnvoll sein.
Verhütung nach der Geburt
Auch nach einer Schwangerschaft solltest du rechtzeitig über eine passende Verhütung nachdenken.
Während der Stillzeit eignen sich nicht alle hormonellen Methoden. Sprich deshalb mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt über die passende Lösung.
Verhütung in den Wechseljahren
Auch während der Wechseljahre kannst du schwanger werden, solange noch Eisprünge stattfinden.
Eine zuverlässige Verhütung bleibt daher bis zum Ende der fruchtbaren Lebensphase wichtig.
Wie sicher sind Verhütungsmethoden?
Die Sicherheit einer Verhütungsmethode wird häufig mit dem sogenannten Pearl-Index angegeben.
Je niedriger dieser Wert ist, desto sicherer ist die Methode.
Neben der Methode selbst spielt auch die richtige Anwendung eine entscheidende Rolle. Viele ungewollte Schwangerschaften entstehen durch Anwendungsfehler, beispielsweise wenn die Pille vergessen oder ein Kondom falsch verwendet wird.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Verhütungsmethode ist am sichersten?
Zu den sichersten Methoden gehören das Hormonimplantat, die Hormonspirale und die Kupferspirale. Auch die Antibabypille bietet bei korrekter Anwendung eine sehr hohe Sicherheit.
Welche Verhütungsmethode schützt vor Geschlechtskrankheiten?
Kondome und Femidome sind die einzigen Verhütungsmittel, die gleichzeitig vor vielen sexuell übertragbaren Infektionen schützen.
Kann die Pille danach eine Schwangerschaft beenden?
Nein. Die Pille danach verhindert oder verzögert den Eisprung. Eine bereits bestehende Schwangerschaft wird dadurch nicht beendet.
Welche hormonfreien Verhütungsmethoden gibt es?
Zu den hormonfreien Möglichkeiten gehören Kondome, Femidome, Kupferspirale, Kupferkette, Kupferball, Diaphragma und die natürliche Familienplanung.
Kann ich während der Stillzeit verhüten?
Ja. Allerdings sind nicht alle Methoden während der Stillzeit geeignet. Lass dich hierzu ärztlich beraten.
Können Medikamente die Wirkung der Pille beeinflussen?
Ja. Einige Arzneimittel können die Wirksamkeit hormoneller Verhütungsmittel beeinträchtigen. Lies die Packungsbeilage sorgfältig und frage bei Unsicherheiten deine Ärztin, deinen Arzt oder in deiner Apotheke nach.
Muss ich mich für eine Verhütungsmethode dauerhaft entscheiden?
Nein. Deine Bedürfnisse können sich im Laufe des Lebens ändern. Gemeinsam mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt kannst du deine Verhütung jederzeit an deine aktuelle Lebenssituation anpassen.
Fazit
Die passende Verhütung gibt dir Sicherheit und ermöglicht es dir, deine Familienplanung selbst zu bestimmen. Ob hormonelle oder hormonfreie Methode – wichtig ist, dass sie zu deinem Alltag, deinen gesundheitlichen Voraussetzungen und deinen persönlichen Wünschen passt. Informiere dich umfassend, lass dich bei Bedarf ärztlich beraten und finde die Lösung, mit der du dich langfristig wohlfühlst. Bei SANICARE findest du zahlreiche Produkte rund um die Verhütung sowie weitere Informationen für eine informierte Entscheidung.
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Bitte beachte: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Gerade bei der Wahl einer Verhütungsmethode spielen dein Gesundheitszustand, mögliche Vorerkrankungen und deine persönliche Lebenssituation eine wichtige Rolle. Lass dich deshalb von deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt beraten, wenn du unsicher bist.
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