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Bedarf an professioneller Pflegeberatung wächst
Gut besuchte Veranstaltung im Kreishaus für pflegende Angehörige

Osnabrück (10.05.2016) - Der Bedarf an professioneller Beratung zum Thema häusliche Pflege steigt. Schon vor der Diskussion um den Missbrauch in der Pflege hat die steigende Beratungs-Nachfrage belegt, wie wichtig die Arbeit des Senioren- und Pflegestützpunktes Osnabrück sei, berichtete Kreisrat Matthias Selle anlässlich des Infotages Pflege am 10. Mai. So habe sich die Zahl der Ratsuchenden in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt. "Als wir im Jahr 2010 anfingen, erreichten uns 510 Anfragen. In 2016 konnten wir bereits mehr als 1.200 Menschen bei ihren Fragen rund um die Betreuung und Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite stehen", so Selle.

Bei der Entwicklung des Veranstaltungskonzeptes habe man vor allem Wert auf den praktischen Nutzen der Vorträge für die Teilnehmer gelegt. Denn Ziel sei es, pflegende Angehörige und ehrenamtlich Tätige bei ihrer Arbeit aktiv zu unterstützen. Andreas Büscher, Professor für Pflegewissenschaft an der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Hochschule Osnabrück, sprach über die Auswirkungen des zweiten Pflegestärkungsgesetzes für die häusliche Pflege. Er riet den Teilnehmern, die Chancen des neuen Begriffs der Pflegebedürftigkeit zur Verbesserung der Pflege zu nutzen.

Angehörige verzichten jährlich auf Pflegegeld in Milliardenhöhe

Wie man den exakten Anspruch auf finanzielle Hilfe errechnen und sämtliche pflegerelevanten Anbieter ermitteln kann, demonstrierte der Entwickler und Geschäftsführer des Pflegeportals CareIO, Maik Preußner. Seinem Vortrag zufolge verzichten Angehörige jährlich auf Pflegegeld in Milliardenhöhe und als Grund dafür vermutet er zu wenig Aufklärung bei den Betroffenen: "Wenn Angehörige pflegebedürftig werden, ist die Situation für alle Beteiligten nicht nur ein großer Einschnitt im Leben, sondern auch eine psychische und organisatorische Herausforderung. Da ist es nicht leicht sämtliche Angebote zu recherchieren und zu beantragen." Mit www.CareIO.de, dem vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der EU ausgezeichneten, sämtliche Akteure vernetzenden Pflegeportal will er Abhilfe schaffen. Pflegekräfte erhalten mit CareIO einen 360-Grad-Überblick: Sie ermitteln den Hilfebedarf, gliedern die gewünschte Versorgung per Mausklick an, berechnen wie viel vom Pflegebudget noch unausgeschöpft ist und können direkt über das System mit der Pflege- und Krankenkasse abrechnen. Die Anmeldung im Portal ist kostenfrei.

Da auch die Arzneimitteltherapiesicherheit in der Pflege immer wichtiger wird, sprach der leitende Apotheker von der Versandapotheke Sanicare aus Bad Laer über das gemeinsam mit Spezialisten, Ärzten und Therapeuten entwickelte PATHOS-Programm. PATHOS steht für Patienten-Therapie-Optimierungs-System und schützt Patienten vor unerwünschten Arzneimittelwirkungen, Kontraindikationen und Wechselwirkungen.

Im Alter steigt die Zahl von Arzneimittelunverträglichkeiten erheblich

"Im Ergebnis erhalten die Kunden einen individuellen Medikationsplan mit Dosierungsangaben, Einnahmehinweisen und Empfehlungen sowie weiteren Erläuterungen zu den verwendeten Arzneimitteln. Damit haben die Kunden alle wichtigen und behandlungsrelevanten Daten auf einen Blick und können den Ausdruck mit dem Pflegedienst besprechen", so Meyer. Dies sei existentiell wichtig, denn im Alter steige häufig sowohl die Zahl der verordneten Medikamente als auch die Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten. Daher berücksichtige PATHOS auch Medikamente der sogenannten Priscus-Liste. Das sind Medikamente, die für ältere Menschen nicht geeignet sind, da sie beispielsweise auch die Gefahr von Stürzen erhöhen.

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