CLOBAZAM DESITIN 2MG/ML

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PZN: 19401078
Darreichungsform: Suspension zum Einnehmen
Hersteller: Desitin Arzneimittel GmbH

Produktdetails/Produktinformationen CLOBAZAM DESITIN 2MG/ML

Anwendung & Indikation

  • Angst
  • Erregungszustand bei Schizophrenie und psychotischer Störung
In Kombination mit anderen Arzneimitteln:
  • Auf einen Körperteil oder eine Funktion begrenzte Anfälle (Epilepsie, fokal)
  • Epilepsie (fokal, sekundär generalisiert) (Lokal begrenzter und dann zentraler Krampfanfall)
  • Epilepsie (generalisiert) (Krampfanfall im ganzen Körper)

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unverdünnt ein. Vor Gebrauch gut schütteln.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Schläfrigkeit, Koordinationsstörungen, niedrigem Blutdruck, Atembeschwerden bis hin zum Koma. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Dosierung

Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt. Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern. Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern. Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert: Angstzustände: Behandlungsbeginn:
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Erwachsene5 ml2-3 mal täglichmorgens und mittags, evtl. auch abends, unabhängig von der Mahlzeit
Altnernativ:
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Erwachsene10-15 ml1-mal täglichabends, unabhängig von der Mahlzeit
Nach Besserung der Beschwerden kann die Dosis in Absprache mit Ihrem Arzt reduziert werden. Epilepsie: In Kombination mit anderen Arzneimitteln: Behandlungsbeginn:
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Erwachsene2,5-7,5 ml1-mal täglichunabhängig von der Mahlzeit
Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis auf 30 ml pro Tag erhöht werden. Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei. Kinder ab 2 Jahren und und Jugendliche: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.

Wirkstoffe

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 ml Suspension
HilfsstoffClobazam2 mg
HilfsstoffMethyl-4-hydroxybenzoat1,5 mg
HilfsstoffCitronensäure monohydrat+
HilfsstoffNatriumcitrat-2-Wasser+
HilfsstoffSucralose+
HilfsstoffXanthan gummi+
HilfsstoffWasser, gereinigtes+

Aufbewahrung

Aufbewahrung

Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 60 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!

Gegenanzeigen Schwangerschaft

Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Alkoholmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
  • Arzneimittelmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
  • Drogenabhängigkeit, auch wenn sie schon längere Zeit zurückliegt
  • Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)
  • Atemschwäche
  • Schlafapnoe-Syndrom (kurzzeitiger Atemstillstand während des Schlafes)
  • Stark eingeschränkte Leberfunktion

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
  • Kreislaufschwäche
  • Bewegungsstörungen, aufgrund von Schädigung der Nervenbahnen im Gehirn (zerebrale Ataxien)
  • Bewegungsstörungen, aufgrund von Schädigung der Nervenbahnen im Rückenmark (spinale Ataxien)
  • Dialyse
  • Chronisch eingeschränkte Nierenfunktion

Das Arzneimittel darf nicht bei Frauen im gebärfähigen Alter angewendet werden, die keine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Neugeborene in den ersten 4 Lebenswochen: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
  • Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
  • Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Neben- und Wechselwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Gewichtszunahme
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Schläfrigkeit
  • Benommenheit, vor allem am nächsten Tag
  • Verwirrtheit
  • Koordinationsstörung, wie z.B.:
    • Gangunsicherheit
  • Sehstörungen, wie:
    • Doppeltsehen
    • Augenzittern
  • Atemschwäche, vor allem bei bestehender Atemwegsobstruktion und bei hirnorganischen Veränderungen
  • Sonderbare (paradoxe) Reaktionen, wie:
    • Schlaflosigkeit
    • Angstzustände
    • Erhöhter Muskeltonus (Spannungszustand des Muskels)
    • Aggressives Verhalten
    • Reizbarkeit
    • Albträume
    • Erregung
    • Unruhe
    • Halluzinationen
    • Psychosen
    • Selbstmordgedanken
  • Sprachstörungen
  • Störungen der Sexualfunktion

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Wichtige Patientenhinweise

Was sollten Sie beachten?
  • Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Vorsicht: Das Arzneimittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und bei Absetzen können Entzugserscheinungen auftreten.
  • Vorsicht: Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
  • Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
  • Vorsicht: Patienten mit Engwinkelglaukom haben ein erhöhtes Risiko - besonderes im akuten Anfall.
  • Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
  • Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
  • Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff wirkt vor allem beruhigend und krampflösend, indem er im Gehirn an speziellen Bindungsstellen angreift. Durch die Wechselwirkung mit diesen Bindungsstellen wird die Wirkung von körpereigenen, entspannend wirkenden Substanzen verstärkt.
Hinweistexte und Pflichtangaben
Arzneimittel
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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