CORDAREX Tabletten 100 St Tabletten

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PZN: 02468701
Darreichungsform: Tabletten
Hersteller: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Produktdetails/Produktinformationen CORDAREX Tabletten

Anwendung & Indikation

  • Behandlung einer speziellen Form von Herzbeschwerden mit Pulsbeschleunigung (AV-junktionale Tachykardie)
  • WPW-Syndrom (seltene Störung im Reizleitungssystem des Herzens)
  • Gelegentliche Herzrhythmusstörung mit beschleunigtem Herzschlag im Vorhof (Vorhofflimmern)

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Herzrhythmusstörungen mit verlangsamter Herzfrequenz (Sinusbradykardie), Kreislaufversagen und Leberversagen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Dosierung

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden. Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Anfangsdosis (für 8-10Tage):
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Erwachsene1 Tablette3-mal täglichwährend oder nach der Mahlzeit
Folgebehandlung: Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt. Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.

Wirkstoffe

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette
HilfsstoffAmiodaron hydrochlorid200 mg
entsprichtAmiodaron189,3 mg
HilfsstoffLactose-1-Wasser+
HilfsstoffMaisstärke+
HilfsstoffPovidon K90+
HilfsstoffSiliciumdioxid, hochdisperses+
HilfsstoffMagnesium stearat+

Aufbewahrung

Gegenanzeigen Schwangerschaft

Was spricht gegen eine Anwendung?

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Herzrhythmusstörung mit verlangsamter Herzfrequenz (Sinusbradykardie) mit weniger als 55 Pulsschlägen/Minute
  • Alle Formen von Leitungsverzögerungen des Herzens
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Bestehende Herzrhythmusstörung (Langes QT-Syndrom)
  • Verminderter Kaliumgehalt im Blut (Hypokaliämie)
  • Allergie gegen Jod
  • (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem), auch in der Vergangenheit

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
  • Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Neben- und Wechselwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Mikroablagerungen im Auge (Cornea verticillata)
  • Sehen von Lichtringen
  • Verschwommenes Sehen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Geschmacksverzerrung (Dysgeusie)
  • Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
  • Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
  • Hautausschlag
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Vermindertes sexuelles Verlangen
  • Zittern
  • Albträume
  • Schlafstörungen
  • Langsamer Puls (Bradykardie)
  • Schädigende Wirkung auf die Lunge (Lungentoxizität)
  • Atypische Lungenentzündung
  • Entzündung der Lungenblässchen (Allergische Alveolitis)
  • Erkrankung der Lungenblässchen und Gewebe (interstitielle Lungenerkrankung)
  • Lungenvernarbung (Lungenfibrose)
  • Rippenfellentzündung
  • Entzündung und Verengung der kleinen Bronchialwege
  • Husten
  • Atemnot
  • Gewichtsverlust
  • Fieber
  • Schwächegefühl
  • Verstopfung
  • Akute Leberentzündung, mit stark erhöhten Leberwerten
  • Akute Gelbsucht
  • Versagen der Leber
  • Hautentzündung mit Juckreiz und Rötung (Ekzem)
  • Verstärkte Hautfärbung durch mehr Hautfarbstoff (Hyperpigmentierung)
  • Hautverfärbung
  • Muskelschwäche
  • Lokale Nervenleiden (periphere Neuropathie)
  • Erkrankung der Muskeln (Myopathie)
  • Schwindel
  • Koordinationsstörung
  • Missempfindungen
  • Erregungsleitungsstörungen am Herzen
  • Gestörte Erregungsweiterleitung vom Herzvorhof zur Herzkammer (sinuatrialer Block)
  • Gestörter Herzschlag bei der Überleitung vom Vorhof zur Kammer (AV-Block)
  • Herzrhythmusstörung mit unregelmäßiger Schlagfolge
  • Herzstillstand
  • Bauchschmerzen
  • Völlegefühl
  • Mundtrockenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Wichtige Patientenhinweise

Was sollten Sie beachten?
  • Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
  • Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff wird zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Er blockiert verschiedene Ionenkanäle (Kalium-, Natrium- und Calciumkanäle) und hemmt somit eine übermäßige Erregung der Herzmuskulatur. So wird die Schlagfrequenz des Herzens normalisiert.
Hinweistexte und Pflichtangaben
Arzneimittel
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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