LIVAZO 1 mg Filmtabletten 30 St Filmtabletten

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PZN: 11613906
Darreichungsform: Filmtabletten
Hersteller: Recordati Pharma GmbH

Produktdetails/Produktinformationen LIVAZO 1 mg Filmtabletten

Anwendung & Indikation

  • Erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin)
  • Erbliche erhöhte Fettkonzentration im Blut (vor allem Cholesterin)
Das Arzneimittel wird vor allem gegeben, wenn Diät oder andere Maßnahmen zur Senkung der Blutfettwerte, wie zum Beispiel körperliches Training, allein nicht ausreichen.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Oder: Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Zur Erleichterung der Einnahme können Sie das Arzneimittel auch in Wasser auflösen und sofort einnehmen (keine säurehaltigen Fruchtsäfte oder Milch).

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Dosierung

Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt. Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene1 Tablette1-mal täglichzu jeder Tageszeit, unabhängig von der Mahlzeit
Das Arzneimittel ist vor allem für den Behandlungsbeginn geeignet. Für die Folgebehandlung stehen Arzneimittel mit höherem Wirkstoffgehalt zur Verfügung. In Absprache mit Ihrem Arzt, abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel in der Regel folgendermaßen dosiert:
Wer Einzeldosis Gesamtdosis Wann
Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene1 Tablette1-mal täglichzum gleichen Zeitpunkt, vorzugsweise abends, unabhängig von der Mahlzeit
Höchstdosis: Kinder von 6-9 Jahren: Eine Dosis von 2 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden. Höchstdosis: Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene: Eine Dosis von 4 Tabletten pro Tag sollte nicht überschritten werden. Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Wirkstoffe

Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette
HilfsstoffPitavastatin hemicalcium1,05 mg
HilfsstoffSiliciumdioxid, hochdisperses+
entsprichtPitavastatin1 mg
HilfsstoffLactose-1-Wasser63,085 mg
HilfsstoffHyprolose, niedersubstituiert+
HilfsstoffHypromellose+
HilfsstoffAluminium-Magnesium-silicat+
HilfsstoffMagnesium stearat (pflanzlich)+
HilfsstoffTitandioxid+
HilfsstoffTriethylcitrat+

Aufbewahrung

Aufbewahrung

Das Arzneimittel muss
    • vor Hitze geschützt
    • im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.

Gegenanzeigen Schwangerschaft

Was spricht gegen eine Anwendung?

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Stark eingeschränkte Leberfunktion
  • Lebererkrankungen
  • Erhöhte Leberwerte (Transaminasen)
  • Erkrankung der Muskeln (Myopathie)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
  • Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Neben- und Wechselwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Kopfschmerzen
  • Verstopfung
  • Durchfälle
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Übelkeit
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Anämie (Blutarmut)
  • Appetitlosigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Schwindel
  • Geschmacksstörungen
  • Schläfrigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Erbrechen
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Anstieg der Leberwerte
  • Juckreiz
  • Hautausschlag
  • Muskelkrämpfe
  • Verstärkter Harndrang
  • Allgemeine Schwäche
  • Unwohlsein
  • Müdigkeit
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Wichtige Patientenhinweise

Was sollten Sie beachten?
  • Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine Zeit lang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Während der Behandlung sind geeignete schwangerschaftsverhütende Maßnahmen durchzuführen.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Statine wie Fluvastatin!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Zitronensäure!
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff senkt den Blutfettspiegel, indem er die körpereigene Cholesterinherstellung aus Nahrungsbestandteilen hemmt. Durch diesen herbeigeführten Mangel an Cholesterin in den Körperzellen wird mit der Nahrung aufgenommenes oder vom Körper selbst hergestelltes Cholesterin verstärkt von der Leber aufgenommen, dort verarbeitet und anschließend ausgeschieden. Der Anteil der in der Blutbahn zirkulierenden Fette wird somit reduziert und deren Anlagerung an die Gefäßinnenwände ("Verkalkung") vermindert. Die Zusammensetzung der Blutfette wird außerdem zugunsten der besser verträglichen Variante (sog. HDL-Cholesterin) verschoben.
Hinweistexte und Pflichtangaben
Arzneimittel
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.