Spironolacton-ratiopharm 50mg 100 St Tabletten

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PZN: 03574115
Darreichungsform: Tabletten
Marke: Ratiopharm
Hersteller: ratiopharm GmbH

Produktdetails/Produktinformationen Spironolacton-ratiopharm 50mg

Was ist Spironolacton-ratiopharm 50 mg und wofür wird es angewendet?

Spironolacton-ratiopharm 50 mg ist ein Arzneimittel, das die Harnausscheidung steigert. Dadurch vermag Spironolacton-ratiopharm 50 mg eine vermehrte Wasseransammlung im Gewebe auszuschwemmen.

Spironolacton-ratiopharm 50 mg wird angewendet bei
- primärem Hyperaldosteronismus (eine Erkrankung mit erhöhter Absonderung des Hormons Aldosteron durch einen Tumor in der Nebenniere), sofern nicht eine Operation angezeigt ist.
- Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) und/oder in der Bauchhöhle (Aszites) bei Erkrankungen, die mit einem sekundären Hyperaldosteronismus (erhöhte Absonderung des Hormons Aldosteron aus der Nebenniere) einher gehen.

Was müssen Sie vor der Einnahme von Spironolacton-ratiopharm 50 mg beachten?

Spironolacton-ratiopharm 50 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Spironolacton oder einen der sonstigen Bestandteile von Spironolacton-ratiopharm 50 mg sind
- bei fehlender Harnausscheidung (Anurie)
- bei akutem Nierenversagen
- bei schweren Nierenfunktionsstörungen (schwerer Niereninsuffizienz mit stark verminderter Harnaus-scheidung [Oligurie] oder fehlender Harnaus-scheidung [Anurie]; Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min bzw. Serum-Kreatinin über 1,8 mg/dl)
- bei erhöhtem Kaliumgehalt im Blut (Hyperkaliämie)
- bei erniedrigtem Natriumgehalt im Blut (Hypo-natriämie)
- bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovolämie) oder Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
- während der Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Behandlung mit Spironolacton sollte kein kaliumhaltiges Medikament (z. B. Kaliumchlorid) eingenommen werden und auch keine kaliumreiche Diät durchgeführt werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Spironolacton- ratiopharm 50 mg mit kaliumsparenden harn-treibenden Arzneimitteln (Diuretika, z. B. Triamteren, Amilorid), ACE-Hemmern (z. B. Captopril, Enalapril), Angiotensin-II-Antagonisten (z. B. Cande sartan, Valsartan) oder entzündungshemmenden Arzneimitteln (nicht-steroidale Antiphlogistika, z. B. Indometacin, Acetylsalicylsäure) kann es zu einer lebensbedrohlichen Erhöhung des Kaliumgehaltes im Blut (Hyperkaliämie) kommen. Die Kombination der vorgenannten Arzneimittel mit Spironolacton- ratiopharm 50 mg wird daher nicht empfohlen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die zu einem Anstieg des Kaliumspiegels im Blut führen können, sollte die Behandlung mit Spironolacton- ratiopharm 50 mg nur unter häufiger Kontrolle des Kaliumspiegels im Blut erfolgen.

Während der Behandlung mit Spironolacton- ratiopharm 50 mg sollten in regelmäßigen Abständen bestimmte Blutwerte, insbesondere Kalium, Natrium, Kalzium, Bicarbonat, Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure sowie der Säure-Basen- Status kontrolliert werden.

Während der Behandlung mit Spironolacton- ratiopharm 50 mg sollten die Patienten auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten.

Kinder und Jugendliche
Kindern sollte Spironolacton-ratiopharm 50 mg nicht länger als 30 Tage verabreicht werden.

Ältere Menschen
Bei älteren Menschen ist auf eine mögliche Einschränkung der Nierenfunktion zu achten.Bei älteren Menschen besteht ein erhöhtes Risiko, schwere Nebenwirkungen zu entwickeln, z. B. Elektrolytstörungen (z. B. Kalium- und/oder Natrium-mangel im Blut), Flüssigkeitsmangel (Dehydratation), Blutdruckabfall beim Lagewechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Reaktionen), Thrombosen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Bei einer schweren Nierenfunktionsstörung (Glomerulumfiltrat unter 30 ml/min und/oder Serum-Kreatinin über 1,8 mg/dl) ist Spironolacton- ratiopharm 50 mg unwirksam und sogar schädlich.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion (mit Serum- Kreatininwerten zwischen 1,2 und 1,8 mg/dl und mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 60 ml/min und 30 ml/min) sollte die Behandlung mit Spironolacton-ratiopharm 50 mg nur unter häufiger Kontrolle des Kaliumspiegels im Blut erfolgen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Spironolacton-ratiopharm50 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die Anwendung von Spironolacton-ratiopharm 50 mg als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.

Bei Einnahme von Spironolacton-ratiopharm50 mg mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Beachten Sie, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.

Die gleichzeitige Anwendung von Spironolacton- ratiopharm 50 mg und kaliumhaltigen Präparaten (z. B. Kaliumchlorid), ACE-Hemmern (z. B. Captopril, Enalapril), Angiotensin-II-Antagonisten (z. B. Candesartan, Valsartan) oder kaliumsparenden harntreibenden Arzneimitteln (z. B. Triamteren, Amilorid) kann zu einem stark erhöhten Kaliumgehalt im Blut bis hin zu schweren, unter Umständen lebens-gefährlichen Erhöhungen des Kaliumgehaltes im Blut (schwere Hyperkaliämie) führen und ist daher zu vermeiden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern, Furosemid (harntreibendes Arzneimittel) und Spironolacton-ratiopharm 50 mg kann ein akutes Nierenversagen auftreten.

Werden zusätzlich zu Spironolacton-ratiopharm50 mg blutdrucksenkende Arzneimittel eingesetzt, so ist mit einer verstärkten Blutdrucksenkung zu rechnen.Insbesondere unter der gleichzeitigen Behandlung mit Spironolacton-ratiopharm 50 mg und ACE-Hemmern (z. B. Captopril, Enalapril) besteht das Risiko eines massiven Blutdruckabfalls bis zum Schock sowie das Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion, die selten zu einem akuten Nierenversagen führen kann.

Spironolacton-ratiopharm 50 mg und Carbenoxolon können sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinträch-tigen. Größere Mengen von Lakritze wirken in dieser Hinsicht wie Carbenoxolon.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Spironolacton- ratiopharm 50 mg und anderen harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) kann es zu verstärkter Harnausscheidung (Diurese) und verstärktem Blutdruckabfall kommen.

Die gleichzeitige Anwendung von Digoxin und Spironolacton-ratiopharm 50 mg kann zu erhöhten Konzentrationen des herzwirksamen Glykosids Digoxin im Blut führen. Eine Beeinflussung der RIA-Bestimmung der Digoxin-Konzentration im Blut durch Spironolacton- ratiopharm 50 mg ist möglich.

Neomycin (Arzneimittel gegen Infektionen) kann die Aufnahme von Spironolacton-ratiopharm 50 mg aus dem Darm verzögern.

Bei Einnahme von Spironolacton-ratiopharm50 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Durch Alkohol kann die Wirkung von Spironolacton- ratiopharm 50 mg verstärkt werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungs-gemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungs-beginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Spironolacton-ratiopharm50 mg

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Spironolacton-ratiopharm 50 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie ist Spironolacton-ratiopharm 50 mg einzunehmen?

Nehmen Sie Spironolacton-ratiopharm 50 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Die Dosierung sollte vom Arzt individuell – in Abhängigkeit von Schweregrad und Ausmaß der Erkrankung – festgelegt werden.

Erwachsene
Für Erwachsene beträgt die Anfangsdosis 1- bis 2-mal täglich 2 Tabletten (entsprechend 100 – 200 mg Spironolacton pro Tag) über 3 – 6 Tage.Bei unzureichender Wirksamkeit kann die tägliche Dosis auf maximal 8 Tabletten (entsprechend 400 mg Spironolacton pro Tag) erhöht werden.

Als Erhaltungsdosis sind in der Regel 1 – 2 Tabletten (entsprechend 50 – 100 mg Spironolacton) bis maximal 2 – 4 Tabletten (entsprechend 100 – 200 mg Spironolacton) ausreichend.Die Erhaltungsdosis kann je nach Bedarf täglich, jeden 2. oder jeden 3. Tag verabreicht werden.

Kinder
Für Kinder beträgt die empfohlene Anfangsdosis 3 mg Spironolacton/kg Körpergewicht täglich über 5 Tage. Bei Bedarf kann die Dosis bis 9 mg Spironolacton/kg Körpergewicht täglich bis zum Eintritt der klinischen Wirkung gesteigert werden.Bei Weiterbehandlung sollte die Dosis unter Erhalt der Wirkung soweit wie möglich gesenkt werden.

Art der Anwendung
Nehmen Sie die Tabletten bitte unzerkaut mit aus-reichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung

Über die Dauer der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie sollte auf einen möglichst kurzen Zeitraum begrenzt werden. Die Notwendigkeit einer Behandlung über einen längeren Zeitraum sollte regelmäßig überprüft werden.

Kindern sollte Spironolacton-ratiopharm 50 mg nicht länger als 30 Tage verabreicht werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Spironolacton-ratiopharm 50 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wie ist Spironolacton-ratiopharm50 mg aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blisterpackungen angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Was Spironolacton-ratiopharm 50 mg enthält

Der Wirkstoff ist Spironolacton.
Jede Tablette enthält 50 mg Spironolacton.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Maisstärke, Talkum, Copovidon, Natriumdodecylsulfat, Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.).

Wie Spironolacton-ratiopharm 50 mg aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde, beiderseits gewölbte Tabletten mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.

Die Tabletten können in gleiche Hälften geteilt werden.

Spironolacton-ratiopharm 50 mg ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen sie die Packungsbeilage (Verlinkung unter dem Produktbild) und fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker!

Hinweistexte und Pflichtangaben
Arzneimittel
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
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