Varilrix 10X1 St Pulver u. Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslsg.
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Produktdetails/Produktinformationen Varilrix
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Was ist Varilrix und wofür wird es angewendet?
Varilrix ist ein Lebendimpfstoff, der Windpocken-Viren enthält. Diese Viren sind attenuiert, d. h. in ihrer krankmachenden Wirkung so abgeschwächt, dass sie in der Regel keine Erkrankung mehr auslösen können. Die Impfung mit diesem Impfstoff bewirkt, dass das Abwehrsystem deines Körpers eigene Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Windpocken-Viren bildet. Diese Antikörper haben die Aufgabe, im Falle einer Ansteckung mit Windpocken vor dieser Erkrankung zu schützen.
Windpocken sind eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch ein Virus, das Varicella-Virus, hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt bei engem Kontakt mit infizierten Personen über virushaltige Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten und Niesen mit der Atemluft ausgeschieden werden. Ferner ist eine Übertragung über den Inhalt der Windpocken-Bläschen als Schmierinfektion möglich. Hauptanzeichen einer Windpocken-Erkrankung sind neben Fieber ein typischer juckender Hautausschlag, der zuerst am Stamm und im Gesicht auftritt und schnell auf andere Körperbereiche unter Einbeziehung der Schleimhäute übergreifen kann. Mögliche Komplikationen sind unter anderem Entzündungen im Bereich des Hautausschlages, z. T. mit Narbenbildungen, Mittelohrentzündung, Lungenentzündung und Gehirnentzündung.
Am häufigsten erkranken Kinder unter 10 Jahren an Windpocken. Bei Erwachsenen, Schwangeren und bei Patienten mit geschwächtem Abwehrsystem verläuft die Windpocken-Erkrankung häufig schwerer. Obwohl Varilrix ein Lebendvirusimpfstoff ist, sind die darin enthaltenen Viren so stark abgeschwächt („attenuiert“), dass sie in der Regel bei gesunden Personen keine Erkrankung auslösen können. Vereinzelt kann es aber zu einem windpockenähnlichen Ausschlag (meist nur wenige rote Flecken oder Bläschen) und Fieber innerhalb der ersten 2 Wochen nach der Impfung kommen.
Was musst du vor der Anwendung von Varilrix beachten?
Varilrix darf nicht verabreicht werden:
• Bei einer allergischen Reaktion auf Varilrix, eine frühere Windpocken-Impfung oder einen der Bestandteile.
• Bei einer allergischen Allgemeinreaktion auf Neomycin (ein Antibiotikum).
• Bei angeborener oder erworbener Immunschwäche (Lymphozytenzahl unter 1200/mm³ Blut) oder unter immunsuppressiver Therapie.
• Wenn du schwanger bist.
• Bei akuter, schwerer, mit Fieber einhergehender Erkrankung. Bei leichten Infekten ist die Impfung jedoch unproblematisch, sprich aber zuerst mit deinem Arzt.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
• Bei anaphylaktischen Reaktionen nach der Impfung sollten stets medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten verfügbar sein.
• Informiere den Arzt, wenn du oder dein Kind bei einer früheren Injektion ohnmächtig geworden seid.
• Vor der Impfung von Frauen im gebärfähigen Alter muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen und danach über einen Zeitraum von 3 Monaten sicher verhütet werden.
• Von mit Varilrix geimpften Personen geht normalerweise keine Ansteckungsgefahr aus, außer bei Auftreten eines windpockenartigen Ausschlags.
Anwendung von Varilrix zusammen mit anderen Arzneimitteln oder Impfstoffen:
• Informiere deinen Arzt über die Anwendung anderer Arzneimittel.
• Nach einer Blutübertragung oder Antikörpern (Immunglobulinen) sollte ein Abstand von mindestens 3 Monaten zur Impfung mit Varilrix eingehalten werden.
• Ein Tuberkulintest sollte vor, gleichzeitig oder erst 6 Wochen nach der Impfung durchgeführt werden.
• Acetylsalicylsäure (ASS) sollte bis zu 6 Wochen nach der Impfung nicht eingenommen werden.
• Varilrix kann bei gesunden Personen gleichzeitig mit anderen Impfstoffen verabreicht werden, jedoch an verschiedenen Gliedmaßen. Bei Risikopatienten sollte Varilrix nicht gleichzeitig mit anderen Lebendimpfstoffen verabreicht werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
• Varilrix darf Schwangeren nicht verabreicht werden. Vor der Impfung muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen und danach über 3 Monate sicher verhütet werden.
• Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Varilrix während der Schwangerschaft und Stillzeit vor.
Wie ist Varilrix anzuwenden?
Varilrix wird subkutan (unter die Haut), vorzugsweise in den äußeren Oberarmbereich injiziert. Eine intramuskuläre Injektion ist ebenfalls möglich.
Dosierung:
• Säuglinge und Kinder ab 9 Monaten sowie Jugendliche und Erwachsene erhalten zwei Dosen Varilrix.
• Die zweite Dosis sollte ab 6 Wochen nach der ersten Dosis verabreicht werden, jedoch nicht weniger als 4 Wochen dazwischen.
Wie ist Varilrix aufzubewahren?
• Bewahre Varilrix für Kinder unzugänglich auf.
• Kühl lagern und transportieren (2°C - 8°C), nicht einfrieren.
• In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
• Verwende Varilrix nicht nach dem Verfalldatum.
• Entsorge den Impfstoff nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Frage deinen Apotheker, wie der Impfstoff zu entsorgen ist, um die Umwelt zu schützen.
Weitere Informationen
Was Varilrix enthält
Der Wirkstoff ist: Varicella-Viren, Stamm OKA (lebend, attenuiert) mindestens 10³,³ PBE (Plaque-bildende Einheiten).
Die sonstigen Bestandteile sind: Aminosäuren, Humanalbumin, Lactose, Mannitol, Sorbitol, Phenolrot, Spuren von Neomycinsulfat, Restbestände aus der Zellkultur und den Anzuchtmedien (Salze, Vitamine, Zucker, bovines Serumalbumin), Wasser für Injektionszwecke.
Wie Varilrix aussieht und Inhalt der Packung
Varilrix liegt als hell-cremefarbenes bis gelbliches oder leicht rosafarbenes Pulver (Impfstoff-Lyophilisat) mit einer klaren, farblosen Flüssigkeit (Wasser für Injektionszwecke) zur Auflösung des Impfstoffes vor. Der gelöste Impfstoff erscheint aprikosen- bis rosafarben.
Verpackungsgrößen: 1x1 oder 10x1 Impfdosis.
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